Moviebreak Interviews und Festivals

Moviebreak Interviews und Festivals

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00:00:01:

00:00:16: Hallo und herzlich Willkommen zum Movie Break Podcast.

00:00:19: Wir sind hier bei der neunundsiebzigsten Ausgabe des Cannes Filmfest.

00:00:23: Witz, meine Stimme gehörte zu Patrick Fei und neben mir sind Liederbach... Hallo!

00:00:28: ... und Jakob Jurisch.

00:00:31: Wir sind hier an Tag zwei des Festivals, aber im Grunde fühlt sich das eigentlich immer eher wieder erste Tag an.

00:00:37: Einfach aus dem Grund weil heute wirklich die meisten Filme anlaufen und man am ersten Tag vor allem immer einen Klassiker hat.

00:00:45: und dann eben der Eröffnungsfilm, der gewohntermaßen nicht so große Euphorieströme hervorbringt.

00:00:54: Aber bevor wir auf das alles zu sprechen kommen Lieder bei mir.

00:00:58: auf Nummer eins steht immer Liders Wohnsituation.

00:01:02: Wie sieht es denn dieses Jahr aus, bei dir?

00:01:04: Wie bist du untergebracht hier?

00:01:05: Ja also letztes Jahr war's ja wirklich die Apokalypse und ich musste mein Airbnb wechseln.

00:01:12: Dieses Jahr hat das auch eigentlich mit sehr hoffungsvoll angefangen mit einem Airbnb was fast an der gleichen Stelle ist wie dass er ein Airbnb von dem ich in meinen schlimmes Airbnb gewechselt war letztes jahr beim Umzug.

00:01:24: leider ist das Wi-Fi furchtbar So dass das Ticketbuchen halt immer wirklich richtig schwer ist, weil das Wi-Fi da so schlecht ist.

00:01:31: Und ich hab wieder eine Ameisenstraße in meinem Zimmer was mich sehr nostallgeschmackt, weil ich bei meinem zweiten kann auch ne Ameisensstraße im Zimmer hatte.

00:01:40: also hat es schon fast wieder was von zu Hause und als ich ankam war das war speckend verstopft.

00:01:45: aber ansonsten ist das ganze Ding eigentlich ganz in Ordnung und vor allem ist wenn ich schnell laufe zehn Minuten entfernt vom Palais und das ist schon...das ist der größte Luxus!

00:01:54: Das ist entspannt.

00:01:55: Bei Jakob und mir ist es seither immer das Gleiche, deshalb müssen wir da nicht weiter darüber zu sprechen kommen.

00:02:02: Aber ja!

00:02:02: Wir sind hier soweit am Start und wir wollen mal ein bisschen herumfragen was so die Filme sind auf die wir uns am meisten freuen.

00:02:09: in der kleine Runde Jakob

00:02:11: Ich habe mich sehr auf dieses Festival gefreut und freue mich auch immer noch darauf weil wir haben jetzt noch nicht so viel gesehen.

00:02:16: Es sieht nach einem spannenden Jahrgang aus kein besonders diverser Jahrgang.

00:02:21: also da gab es glaube ich jetzt schon paar Diskussionen darum sehr, sehr wenig Frauen unter den Regisseurinnen und wir haben irgendwie fünf französische Firmen.

00:02:31: Das ist vielleicht... irgendwie ein neuer Rekord.

00:02:35: Das betone ich immer wieder, es macht natürlich Sinn wenn das Austragungs-Land quasi überrepräsentiert ist aber bei zweiundzwanzig Filmen fünf Filme französisch ist schon eine Nummer würde ich sagen.

00:02:47: Ja wobei ja Thierry Fremont hier bei der Pressekonferenz extra nochmal unterstrichen hat kann dass es einen Festival in Frankreich aber kein französsisches Festival ist.

00:02:56: Natürlich dann wie wäre es wenn er mal sich um eine vernünftige Übersetzung UNA's kümmern würde.

00:03:03: Aber es scheint so ein bisschen die Rückkehr von so'n paar alten Hasen zu sein, also viele aus dem Jahrgang, zwei tausendsechzehn, siebzehn gerade aus Europa sind jetzt wieder.

00:03:13: da habe ich das Gefühl haben wir sehr lange gebraucht.

00:03:16: Andres Via Ginzdev ist wieder da Pavel Pavlikowski nach Hong-Jean der ja mit seinem super ambitionierten Film Hope auch zum ersten Mal im Bettbewerb läuft.

00:03:27: Also viel unterschiedliche Firme, glaube ich.

00:03:30: Die wir hier sehen werden und sehr viele davon.

00:03:35: Christian Mungio gehört auch noch so dazu wobei der in der Zeit auch RMN gedreht hat.

00:03:39: also der war schon ein bisschen präsenter.

00:03:42: aber ich habe das Gefühl jetzt kehren wir so ein bisschen diesem Hollywood-Kino den Rücken und kehren jetzt so ein bissel wieder zu der europäischen Arthausriege zurück.

00:03:55: Das ist so der erste Eindruck, wie dieses Festivalprogramm auf mich wirkt.

00:03:58: Ja natürlich auch ein bisschen gezwungenermaßen weil Amerika sich dieses Jahr hier nicht großartig zeigen will wahrscheinlich auch darauf aufbauen dass man in den letzten Jahren nicht so viel Box-Office durch einen erfolgreichen Kan-Start irgendwie erzählen konnte.

00:04:17: Vermisst du die AmerikanerInnenlieder?

00:04:20: Na vermissen vielleicht nicht ganz, denn wir haben ja generell im Kino immer eine sehr hohe Präsenz an amerikanischen

00:04:26: Filmen.

00:04:27: Aber da muss ich sagen macht es Sundance schon besser!

00:04:30: Denn die haben zwar auch ihren eigenen US-Wettbewerb so Drama und Doku aber in den internationalen Kategorien The World Cinema ist es dann wirklich besser bestellt um Diversität und auch einfach Filmfalt als hier.

00:04:43: Ja ich glaube kann das jetzt nicht unbedingt für... Vielfalt, immer bekannt.

00:04:48: Du hattest ja auch das Interview mit dem Leiter der inkanzernden Seniast?

00:04:53: Genau, Julian Ray!

00:04:54: Weil

00:04:54: er das auch so ein bisschen betont hat eigentlich dass es bei ihnen halt auch das Problem gibt, dass beispielsweise nur zwanzig Prozent der Einreichungen von Frauen sind und so weiter.

00:05:04: Und da gibt's offenbar auch ein Problem auf der Produktionsseite und nicht nur auf der Seite von den Leuten die eben die Filme denn auswählen können weil der Pool ist dann eben der Pool, der reinkommt.

00:05:16: Ja, genau.

00:05:16: Also das war mein Ziel, ursprünglich waren eben die Artistischen Direktors, also Ceri, dass ich denen nicht kriege, war klar.

00:05:26: Ich habe ihn trotzdem angefragt man muss hoch schießen um die Mitte zu treffen.

00:05:30: Ich hatte dann auch noch angefragt bei der Semaine de la Critique da wurde mir auch eine Abfuhr erteilt und eben bei Casa und da hat es dann geklappt dann vielleicht nächstes Jahr bei der Semänen Glück habe.

00:05:41: Aber es war ganz interessant, so ein bisschen noch einen Einblick zu kriegen ja gerade auch weil die Casar eine Reihe war, die sehr alternativ angefangen hat und auch damals die Karten übrigens umsonst waren was man sich heute gar nicht mehr vorstellen kann.

00:05:52: Und jetzt inzwischen sich immer mehr an den Hauptwettbewerb also an den Zartendregard angeliedert.

00:05:58: Es ist wie so zwei... Also man muss sagen Casan war zuerst da aber das ist wie ein zweiter aus Zartenedregard.

00:06:05: Ja, so ein Gegenfestival eigentlich.

00:06:07: So wie man das in Berlin auch mit der Woche der Kritik kennt.

00:06:11: So ganz unglaublich ist es mit diesen früheren Gratistickets auch nicht weil man ja immer noch hierher kommen kann und die Gratis-Ticket zumindest in der Assumen und in Acid bekommen kann also da.

00:06:22: Also Acid ist nochmal das ganz unabhängige Kino in Frankreich.

00:06:26: und ja dieses semendialer Kritik.

00:06:30: vergleichbar mit der Kritik im Berliner.

00:06:39: Worauf ich noch zu sprechen kommen wollte, bevor wir uns an die Filme machen ist zum einen die Jury.

00:06:44: also wir haben ja Park Jean Rourke als Jurypräsident.

00:06:48: eure Meinung dazu?

00:06:50: Gute Wahl!

00:06:51: Der Typ hat Ahnung von wie man Filme macht.

00:06:53: auf jeden Fall

00:06:54: Kann man nicht meckern

00:06:58: geht ja auch heute so mit als Meilenstein damals Old Boyne hier in Cannes, dass er einiges umdenken bewirkt hat.

00:07:06: So wie vor allem die westliche Kino-Landschaft auf das asiatische Kino so als ganz das nicht nur Korea blickt.

00:07:14: Deshalb ja schön zu sehen, dass man da vor zwanzig Jahren hier so groß aufgetrumpft ist jetzt auch ganz an der Spitze zu sehen ist.

00:07:22: Dann hatten wir noch diese Eröffnungsseremonie, die war so ein bisschen Sehr merkwürdig.

00:07:28: Also es gab ein paar Pannen, was man ja sieht.

00:07:31: jetzt ist alles eigentlich so durchgeplant und alles auf diese Kunden genau organisiert.

00:07:36: aber dann gab's doch die eine oder andere kuriose Szene.

00:07:42: Wir hatten erst einmal die Ehrempalme für Peter Jackson.

00:07:47: kann man jetzt davon halten, was man will wie da so der Bezug zu Cannes und so weiter.

00:07:51: Aber habt ihr es euch da irgendwas aufgefallen?

00:07:54: Bei der Zeremonie fandet ihr irgendwas bemerkenswert?

00:07:57: Also abgesehen von diesen kleinen Pannen eigentlich nicht.

00:08:00: Nur in der Tat war es schon ganz kurios, dass Peter Jackson eben die goldene Palme bekommen hat und dann auch selber seine Überraschung mitgeteilt hat.

00:08:08: Er wusste das natürlich vor dem Festival aber als es ihm damals mitgeteilt wurde denn in der tat ist er eigentlich so einer der Regisseure von denen man hier sehr wenig sieht vielleicht mal bei den Midnight Movies Aber das war's dann auch schon

00:08:20: Wer Peter Jackson.

00:08:22: Also die Leute haben halt vergessen oft, glaube ich was er früher für Firme gedreht hat.

00:08:26: Vor Header Ringe und vor Heavenly Creatures Er ist natürlich durch Header-Ringe, muss man sagen, hatte sich seinen Status im Olymp von dem Mainstream Kino einfach komplett verdient Und es macht schon Sinn warum man ihn hier auszeichnet Eine süße Fun-Fact, was quasi die Bedeutung von Kann war.

00:08:45: Das hat er erklärt dass dieses Festival dabei geholfen hat das Narrativ um Helderinge rumzudrehen als es muss eigentlich scheitern.

00:08:54: Das kann nicht hinhauen zu etwas das ist das aller krasseste was ihr je gesehen habt.

00:08:58: guckt den wenn der im Dezember rauskommt.

00:09:00: also das war ja als er die zwanzig Minuten vom ersten Heldringer da präsentiert hat dass das quasi so ein Versuch war um die Masse für sich zu gewinnen.

00:09:08: Und das ist natürlich, das klingt auch irgendwie so eine Erfolgsgeschichte, die man dann im Nachhinein irgendwie sich zurecht schreibt vielleicht ein bisschen aber es trotzdem irgendwie ein süßes Fun-Fact.

00:09:19: Ja und das kann ich ja auch allen HörerInnen noch empfehlen, dass mal auf YouTube nachzuschauen weil's dieses Video, das sie damals zusammengeschnitten haben für Cannes Das wenn viel Aufsingen erregt hat YouTube sehen kann und man sieht da Peter Jackson wieder auf dieser Kutsche von Gandalf sitzt.

00:09:37: Und sagt, dass er leider nicht da sein kann vor Ort in Cannes.

00:09:41: aber sehr süß gemacht dieses Video.

00:09:44: Naja ja und Peter Jackson muss hier sagen er diese Palme von Elijah Woods über Hennig bekommen und die wirkten beide fast wie die einzigen realen Menschen auf dieser Bühne.

00:09:54: also besonders wenn man das so mit Jane Fonda am Ende oder so verglichen hat wo alles wirklich noch.

00:10:01: Was zur Hölle war das?

00:10:03: Ich will das verstehen.

00:10:04: Was war da die Motivation, weil ich hab so das Gefühl, es ist heute Winterbrecher...

00:10:11: Das

00:10:11: Ding ist ja wir können beschweren uns hier andauern über das ganze Drumherum.

00:10:15: Weil über so Eröffnungstheoromien.

00:10:17: deswegen sind wir halt einfach nicht hier und wir denken halt einfach nur okay.

00:10:20: kommen jetzt zum Punkt.

00:10:22: Aber da habe ich mich wirklich komplett gefragt, als dann Jane Fonda und Gong Li auftauchen.

00:10:26: Und uns dann irgendwas von The Power of Cinema diese typischen Teleprompterdurchlauf erzählen aber halt in der... Schnell-Rettbullversion, so alles hintartaktet.

00:10:38: Cinema ist The Voice of the People, The Voice Of the Street, The voice of people in my dreams oder Wasserrömer.

00:10:45: Ja es wirkt ein bisschen gepromptet Alles.

00:10:48: Aber nun gut ja Wir sind am zweiten Tag.

00:10:50: aber der zweite tag heißt dann kann immer noch dass Es Ein paar Eröffnungen gibt.

00:10:54: zum einen wurde Am morgen die Kansen über die wir schon gesprochen haben eröffnet von Kantemi Balagolf.

00:11:01: Kathrin Balagoff ist interessant, weil er eben zwei Filme gemacht hat zuvor die beide glaube ich ihn kann liefen.

00:11:11: Er ist im Zuge des russischen Angriffskriegs in der Ukraine.

00:11:15: Ist er eben in die Vereinigten Staaten migriert und musste sein Filmprojekt, das er bis dahin im Kopf hatte, musste er noch mal komplett umplanen.

00:11:24: Sein Filmprojekt sollte eigentlich in seiner Heimatstadt spielen Und die Heimatstatt wird auch in seinem neuen Film Butterfly Jam erwähnt in einer Szene Dazu kommen wir vielleicht noch.

00:11:36: Aber ja, Butterfly jam Das

00:11:38: ist

00:11:39: ein film der relativ Ja, mit Stars gespickt ist.

00:11:43: Wir haben Barry Kuhn, wir haben Harry Melling also Lucanie noch aus Harry Potter als Deadly.

00:11:50: aber er hat eben im Vorjahr vor allem hier in Cannes auch seine Premiere als wirklich gereifter Darsteller hingelegt in dem queeren Bikerfilm.

00:12:00: Wie heißt der noch gleich?

00:12:01: Billion!

00:12:02: Danke, genau.

00:12:04: Gut die beiden haben wir und dann haben wir eben noch Riley Q Und wir sind hier in New Jersey Und sind in einem doppelten Milieu eigentlich.

00:12:15: Wir haben einmal den jugendlichen Heranwachsenden Sohn von Barry Keohen, der ein...

00:12:23: Alexi heißt die Figur frei und der Junge heißt Pythna.

00:12:27: Genau, genau!

00:12:28: Der möchte eben Wrestler werden auch unter anderem weil er seinen Vater damit stolz machen möchte.

00:12:35: Also wir sind in diesem Highschool-Milieu Gleichzeitig in diesem migriertem Milieu der russischen Einwanderer dort und seine ganz spezielle Community dort.

00:12:48: Ja, was passiert hier ist wird relativ dramatisch.

00:12:52: so weit kann ich schon mal vorweggreifen.

00:12:54: Jakob, willst du noch kurz ein bisschen umreißen?

00:12:57: Was es da zu erleben gibt in diesem Film?

00:13:00: ja das ist so ein bisschen die Synopsis aber Es ist eine Geschichte, die auf sehr kleinem Raum und zwischen sehr wenigen Figuren stattfindet.

00:13:10: Die aber sehr weit greift thematisch.

00:13:15: Trieft so die Erfahrung von Kantemir Balagov, dass er jetzt als Immigrant in den USA lebt und quasi diesen Verlust des Heimatlandes durch den Angriffskrieg auf die Ukraine.

00:13:27: Dass er den quasi verarbeiten muss.

00:13:30: Es ist demnach eine Geschichte einer Diaspora.

00:13:33: es is auch ein Coming of Age-Drama.

00:13:37: Insbesondere aber ein Film über eine sehr besondere Vater-Sohngeschichte Die so ein bisschen versucht, auf die Ausprägung von Männlichkeit in einem gewissen Milieu zu blicken.

00:13:53: In der Weise wo treffen sich Brutalität und Zärtlichkeit miteinander?

00:13:59: Aber es geht irgendwie auch darum wie es ist wenn man... ...wenn der eigene Vater einfach ein unapologetischer Vollversager ist Und man einfach mit ihm irgendwie mit seinem Erbe leben muss.

00:14:14: Motivisch und so weiter, alles sehr gut zusammengefasst.

00:14:18: Aber jetzt lass uns auch mal tachles reden und dafür frage ich Lieder besonders an wie hat der dir denn gefallen?

00:14:24: Mir hat er insgesamt schon gut gefallen, ich finde aber es ist mehr ein Film der viel verspricht als Dinge hält und so auch ein Showcase für gutes Schauspiel.

00:14:34: Für ihr erstklassiges Schausspielende ist tolle Settings!

00:14:37: Wir haben immer wieder diese kleinen Szenen die so wie Vignetten sind und sehr gut funktionieren Aber das ganze kommt nie richtig zu einer Story zusammen Und dann zerfällt dieser Film halt auch sehr stark in zwei Hälften nämlich die erste die sehr naturalistisch ist und die zweite die dann einen so magischen Realismus driftet und das zerbricht.

00:14:56: Also man hat das Gefühl der Regisseur wollte da mehrere verschiedene Filme zusammenbringen, hätte auch immer nur diese kleinen Bruchstück-Ideen gehabt.

00:15:04: Hat es dann alles zusammengesetzt, dass man immer wieder gute Momente hat aber nie eine runde Story?

00:15:09: Ja ehrlich gesagt genau so habe ich das auch gesehen.

00:15:13: Ich will noch hinzufügen, dass die Sache mit dieser russischen Community Und wie man dann im... die Q&A auch erfahren hat, war eigentlich die Idee dass man viel mehr Einfluss der Community auch im Film hatte.

00:15:31: Es gab eine ganz große Szene die zum Beispiel geplant war und die dann nicht umgesetzt werden konnte weil sich die Community in New Jersey dann doch rausgezogen hat nachdem sie das Drehbuch gelesen hat.

00:15:44: Man muss ja auch sagen es ist ein sehr anstößiger Film wahrscheinlich in Russland vor allem weil sich Balakoff hier explizit gegen so ne toxische Männlichkeit richtet und er hat zumindest im Q&A anklingen lassen, dass sich einige davon wahrscheinlich nicht so gut vertreten geführt haben.

00:16:03: Wir sehen hier auch immer wieder dieses Pink.

00:16:05: ja versucht ihr auch in den Farben allein schon gegen einen Macho Stereotyp irgendwie anzukämpfen und ich finde es aber auch relativ unbeholfen.

00:16:16: gleichzeitig also die Idee, die dahinter steckt ist doch sehr offensichtlich.

00:16:23: Ich will bei dieser Community Sache gar nicht so ein ethisches Argument machen, das interessiert mich nicht wirklich.

00:16:29: Aber bei einem Film der so stark versucht in dieser Community verwurzelt zu sein mutete es schon merkwürdig an wenn man diese Community einfach nichts sieht und die einzigen Leute, die dann vertreten sind US beziehungsweise englische Darsteller.

00:16:45: Es, wie gesagt das ist jetzt kein ethisches Argument.

00:16:48: ich will nicht sagen die müssen von irgendwelchen Russen vertreten werden oder Russinnen.

00:16:55: Ich sag nur wir bekommen nicht wirklich ein Gefühl für diese Mentalität der Leute selbst.

00:17:02: Wir haben so einen Beginn mehr an eine Ja, generische Mafia.

00:17:10: So ein Hinterzimmer erinnert uns so weiter... Aber so richtig die Textur dieser Community wird nicht klar in diesem Film.

00:17:18: Wie ging es dir damit Jakob?

00:17:20: Oder ja noch andere Sachen, die du ansprechen möchtest?

00:17:22: Ich

00:17:22: fand das gar nicht so schlimm.

00:17:25: Eigentlich habe ich das so als den Punkt aufgefasst, dass quasi diese Community ist so... Auf der einen Seite wird sie die ganze Zeit verfolgt von ethischen Codes wie zum Beispiel man soll sich richtig die Hände schütteln oder es ist komplett normal wenn dann der Sohn mit dem anderen einfach mal so komplett drauf rumrestelt und die Erwachsenen sitzen weiter am Tisch.

00:17:49: Es gibt so gewisse Sachen, ein gewisses Benehmen was einfach anders akzeptiert wird dort.

00:17:56: Aber gleichzeitig materialisiert sich das nie handfest und ich fand eigentlich, dass sollte so'n bisschen der Kern sein.

00:18:03: oder es materialisiert nicht zu einer homogen Gemeinschaft sondern es bleibt fragmentiert in diesem riesigen Melting-Pott der New York oder New Jersey in dem Falle ist.

00:18:17: Und ich finde auch gerade das Casting.

00:18:20: Zum Beispiel sagt er an einer Stelle zu, Alexi sagt zu seiner Schwester die von Riley Keo gespielt wird du wirst immer amerikanischer und Riley Keoh ist literally die Enkelin von Elvis.

00:18:33: also deswegen... Ich habe das schon als so.

00:18:35: vielleicht denke ich mir dass auch ein bisschen zurecht es natürlich keine optimale Sache, diese Community so darzustellen oder so etwas fundamental abwesendes Darzustellen.

00:18:47: Aber ich fand in gewisser Hinsicht hat sich daraus auch der Reiz irgendwie gestellt.

00:18:51: Ja, der Film hat doch so einen bestimmten Indie-Look, der fast schon generisch wirkt.

00:18:55: und wo ich immer denke da hat jemand ganz viele Sundance Filme geguckt und dann versucht genau diesen Stil nachzuformen.

00:19:03: So ist es halt einerseits schon eine gewisse... Ja, Ästhetik hart aber auch dadurch Artifizieller wirkt gerade in seiner Rauheit.

00:19:12: Paradoxes.

00:19:13: Speaking of generisch, also ich hatte so einen ähnlichen Eindruck.

00:19:17: Ich hatte das Gefühl dass das ein bisschen Balagovs große Bewerbung jetzt an Hollywood ist im Sinne von er muss jetzt quasi so einen amerikanischen Indie wie es sich gehört drehen um quasi dadurch sich irgendwie bei Produkt für zukünftige Projekte eventuell beliebter zu machen.

00:19:34: Es wirkt schon wie ein Film den er auf dem Herzen hatte und den er einfach loslassen musste.

00:19:41: Aber das Ganze kommt trotzdem nicht so richtig zusammen, muss ich sagen.

00:19:44: Und speaking of generisch wie gesagt... Das Thema der toxischen Männlichkeit hat ja irgendwie nichts wirklich hinzuzufügen.

00:19:52: Muss man einfach sagen also dass irgendwie es problematisch ist Vater gleichzeitig so ein bester Freund ist, der aber keine richtige Verantwortung übernimmt.

00:20:03: Das hat man irgendwie teilweise schon interessanter gesehen.

00:20:06: es gibt zwar wirklich gute Bilder die ihr irgendwie findet.

00:20:09: ich mochte zum Beispiel als sie dann alle diese Zum Beispiel, als sie dann diese Autoralarm-Anlagen alle aktivieren zum Beispiel.

00:20:18: Also er findet wirklich schöne Szenarien wo die Figuren immer wieder freidrehen.

00:20:22: aber wie ich es gesagt habe... Es fügt sich alles nicht zusammen.

00:20:26: so das einzige Bild was am Ende entsteht ist wirklich brutals generisch und das ist besonders schade weil Balagolf ja gerade bei seinem vorherigen Firm Bienpolia auch gezeigt hat, wie gerade es umgekehrt sein kann.

00:20:38: Wie ja in einer tiefen Zärtlichkeit zwischen Frauen so eine gewisse Gewalttätigkeit plötzlich erropieren kann.

00:20:46: Ja und der schon auch noch einen ganz eigenen Look hatte während der hier jetzt dahin gegen wie Lieder aus sagt echt abfällt.

00:20:56: Noch als Fun-Fact für alle, die an solchen Dingen interessiert sind.

00:20:59: Also wir haben hier einen Film der in New Jersey spielt aber tatsächlich wegen der Atomweise wie heutzutage eben Filme gedreht werden.

00:21:06: Es sind nur die Außen-Szenen in New jersey gedrehte und die Inseln sind alle in Paris gedrehen worden bzw.

00:21:12: in Frankreich.

00:21:13: also fand ich schon auch interessant das so zu sehen.

00:21:15: gut dann würde ich sagen ganz kurz vielleicht noch bevor wir zum Koji Fukada kommen über dem gleich sprechen Vielleicht ein, zwei Sätze ganz kurz im Eröffnungsfilm.

00:21:25: Ich meine wir haben den jetzt nicht erwähnt aber es ist ja traditionell immer eigentlich mehr oder weniger eine Gurke.

00:21:31: War dem dieses Jahr auch so?

00:21:32: Ja absolut genauso billiger budensauber wie das Jamax Setting um dass es darin zum Teil geht nur halt leider ohne den Karnevalesken Schaum.

00:21:43: Können wir noch mal ganz kurz sagen, Regisseur

00:21:45: und... Pierre Salvadori.

00:21:47: Und der Electric Kiss ist der Internationale Teel und übersetzt der französische Original-Titel wäre denn die elektrische Venus-Elektrik?

00:21:59: Jakob, verdict!

00:22:01: Naja, also ich fand das war wirklich ein sehr schlechter Film.

00:22:06: Was ich aber auch habe kommen sehen und der Eröffnungsfilm ist halt immer generisch und es fühlt sich wie so eine Initiationsritual an.

00:22:14: Wir geben uns jetzt einem Film, der einfach nichts bedeutet hin.

00:22:18: Es repräsentiert irgendwie nichts außer dass die Franzosen echt komischen Romantik-Geschmack haben oder romantische Komödie geschmacken haben.

00:22:27: Es geht so ein bisschen, eigentlich hat er eine ganz interessante Geschichte.

00:22:30: Weil es geht um ne Verwechslungsschrägstrich Ausbeutungskomödie in dem der spielt erstmal in den zwanzigern.

00:22:39: das vergisst man immer ganz schnell weil der Film überhaupt nicht danach aussieht und die Kostüme und Sets wirklich gar nichts oder wirklich nur auf so wirklich Ja mag Niveau sowas evozieren.

00:22:50: Ja mich hat jemand angesprochen und er hat sich darüber gewundert, dass ein Reißverschluss zu sehen war.

00:22:56: und dann

00:22:57: wirklich

00:22:58: ich habe hier jetzt nicht nachgeschaut wann der reißverschluß erfunden wurde aber

00:23:02: das weiß ich jetzt nicht, da hab ich jetzt darauf gearbeitet.

00:23:05: es geht um eine eine solch elektrische Venus halt, also eine Frau die sich elektrisieren lässt und dabei Männern auf den Mund küst.

00:23:15: Und dann die Elektrizität an sie weiter leitet sozusagen.

00:23:18: Also es ist einfach so ne Jahrmarktattraktion!

00:23:21: Und diese Frau wird von einem sehr wohlhabenden Maler betrunken für eine Wahrsagerin gehalten und er möchte doch über dieses Medium wieder Kontakt zu seiner verstorbenen Frau aufnehmen Und gleichzeitig wird sie dann aber auch von seinem Makler angeheuert, das auch bitte mitzuspielen diese Charade.

00:23:43: Weil der muss wieder Inspiration kriegen und er muss wieder malen.

00:23:47: Das ist so eine Story aus der hätte man wirklich so viel machen können weil da steckt so viel.

00:23:52: eigentlich ein super interessanter Diskurs über die Wertlosigkeit von Kunst im Angesicht von so einer kapitalen Zirkulation oder auch wie über das Verhältnis von den Menschen zu aufbrechenden, moderne oder auch zu Konzepten wie Psychoanalyse.

00:24:10: Aber Leute das ist alles Perle vor die Säue was ich erzählte.

00:24:13: Das ist die belangloseste, publikste, unlustigste Komödie die man sich so vorstellen kann.

00:24:20: nichts aus diesem Potenzial wird gemacht verfügen über kein Leben.

00:24:27: So, sie sind arm und dann ist irgendwie ihre Charakteristik arm.

00:24:32: Sie sind verzweifelt Und dann ist Ihre Charakterstik verzweiffelt.

00:24:36: so der gesamte Film Der gesamte Humor is nur aus einer Hu-Hu.

00:24:40: jetzt checkt eine Person nicht was eigentlich Sache ist und das ist super ermüden und ich musste mich da sehr durchquälen.

00:24:48: Okay letzte Frage noch zu dem Film.

00:24:49: und ihr merkt dadurch

00:24:51: dass

00:24:52: Ich den Film nicht gesehen habe wird jetzt langsam wahrscheinlich Tradition bei mir, dass ich diesen Eröffnungs-Skippe... Hat der irgendeinen Bezug zur Gegenwart aufgebaut oder so?

00:25:00: Oder komplett fallen lassen.

00:25:01: Gab's da irgendwas...?

00:25:02: Es ist so ein bisschen Film über das Kino im Sinne von Theater spielen.

00:25:09: Sie findet das Tagebuch der Frau, das wird dann zum Drehbuch über Identifikation mit einer Figur auf einer die eigentlich nur spielt

00:25:19: und die denn tot ist wie in Vertigo aber das sind alles halt sehr platte Anspielungen.

00:25:23: also wirklich Und natürlich geht es um, wie eher im Interview das ich mit ihm am Roundtable hatte.

00:25:29: Geht es um Fiktionen?

00:25:31: Ja so kann man Lügen auch nennen und das ist ganze Kinos ja eine Fiktion aber das ist dann doch schon sehr also wirklich der größte gemeinsame Nenner.

00:25:40: Also ein komplett wertloser Konsensfirmen einfach einen Film der einfach allen gefallen will.

00:25:46: Okay The Electric Kisses damit abgefrühstückt.

00:25:49: wir kommen noch zum letzten Film des heutigen Tages Eine weitere Premiere, der erste Film des Wettbewerbs war.

00:25:58: Ich habe mich noch mal nachgeschaut Nagi und Nagi.

00:26:01: Ich bin jetzt einfach Nagi gesagt da es ja ein japanischer Film

00:26:04: ist.

00:26:04: Nagis Notes Ja die Notizen aus Nagi.

00:26:08: Genau Nagi ist eine Gemeinde in den Bergen so heißt auch.

00:26:14: der dortige Berg kehrt eine Frau, ja ich weiß es nicht vielleicht in den Dreißigern oder Vierzigern also in ihren dreißigeren oder Ihren vierzigern, kehrts zurück in die Heimat und trifft dort auch ihre Schwägerin.

00:26:30: Also die Schwester ihres Mannes Und mit dieser Schwägerin hat sie schon eine recht intime Verbindung.

00:26:41: Die wird auch nochmal geweckt.

00:26:42: also die hat offenbar schon früher mal existiert aber jetzt bekommt sie noch mal so ein neues Fundament.

00:26:48: Die Schwegerin, die sie trifft... Ich habe gerade nicht die Namen wirklich griffbereit aber jedenfalls ich werde jetzt immer die Schweigerinnen.

00:26:56: Die Schwägerin hat auch ein eigenes Atelier und dort ist sie vor allem an Skulpturen interessiert.

00:27:04: Sie stellt die mit verschiedenen Materialien her, besonders Holz und ich weiß nicht ist es eine Art Lehm oder

00:27:10: was?

00:27:11: Ja das ist auch so sehr schön zusammengeklopft mit so einem Meißel und dann so einer Stange, die so statt dem Hammer nimmt sie immer so eine Holzmetallstange die sie da drauf

00:27:20: klopft.

00:27:21: Und unsere Protagonisten also die dort in Nagi ankommt, quartiert sich dort ein im Haus, dem das Atelier eben auch anbei liegt.

00:27:36: Und die beiden Frauen nähern sich jetzt immer weiter an dadurch dass sie diese gemeinsame Zeit in diesem Atelier verbringen und miteinander sprechen während der Protagonistin als Modell steht.

00:27:50: Nebenbei haben wir noch eine andere Plotline.

00:27:52: Wir haben zwei jugendliche Jungen mit den Frauen auf die ein oder andere Art auch in Verbindungen stehen.

00:27:59: Ich will jetzt ja gar nicht so viel vorwegnehmen, man kann aber generell sagen... ich glaube das ist kein Spoiler dass dieser Film auch für die Queer-Parm nominiert ist, aber das heißt ihn kann immer relativ wenig.

00:28:12: also das will ich auch dazu sagen wir haben es jetzt nicht mit einem großen queeren Film zu tun.

00:28:17: vielleicht kann ich soweit aussehen.

00:28:18: Das ist eine Diskussion die könnten wir doch mal führen.

00:28:20: wann ist denn ein Film ein richtig queerer Film?

00:28:23: Naja, aber jedenfalls nicht wenn Ihnen ein straighter Regisseur mit nur straighten Darstellern über eine straighte Story macht wie damals Monster von Hirokatsu Kureeda.

00:28:33: Genau der wirklich überhaupt nix mehr.

00:28:35: es ist ja so oh das ein Regenbogen im Hintergrund gleich nominiert für die Queer Parm

00:28:40: Bevor wir da weiter auf eingehen.

00:28:44: ganz kurz Akoshi Fukada.

00:28:45: ich mochte ja Harmonium sehr gern auch Love Life vor ein paar Jahren.

00:28:50: Er war auch hier im letzten Jahr zugegen, zu diesem Film über eine Pop-Girl Band.

00:28:57: Love on Trial!

00:28:58: Genau das war aber in der Premier Section.

00:29:01: jetzt kehrte wieder in den Wettbewerb zurück zurecht?

00:29:05: Ja guck

00:29:05: mal... Also erst nicht zurückkehren ist zum ersten Mal ein Wett Bewerb.

00:29:08: Aber du

00:29:09: hast recht,

00:29:10: also es ist schon ein sehr substanzieller Film würde ich würde sagen von allen Filmen die ich gesehen habe genau die du gemeint hast, auch gesehen.

00:29:17: Es ist fast schon so mit der Substanziellste weil man sehr gut über ihn diskutieren kann glaube ich.

00:29:23: also es ist hier auf der einen Seite irgendwie schon so eine Landliebe Liebeserklärung anhalt zu einem abgelegenes Dorf, wo sowas wie der Ukrainekrieg oder allerlei Vorfälle zusammen mit Information aus dem Dorf.

00:29:38: Wie zum Beispiel dass da ein siebenundachtzigjähriger sehr beliebter Mann gestorben ist im Dorf.

00:29:44: das alles verschwind so zu einem Radio-Klangteppich der nur von den Figuren manchmal etwas gerührt meistens aber eher schulterzuckend entgegen genommen wird.

00:29:55: also es ist ein Film der irgendwie Rückkehr zu sich selbst versucht, zu evocieren.

00:30:00: Das macht ihn auf der einen Seite so ein bisschen anrührend aber auch ein bisschen verklärend esoterisch.

00:30:08: Es ist gleichzeitig ein Kunstdiskurs.

00:30:10: Es geht so ein bisschen darum, wie genau kann man eine Person oder kann man einen Gefühl was auch immer auf ein materielles Objekt übertragen?

00:30:20: Es geht auch um Zeit und um Alter.

00:30:23: also es geht auf der einen Seite darum Man möchte einer neuen Generation gewisse Freiheiten erlauben die man selbst noch nicht hatte.

00:30:30: Gleichzeitig aber möchte man befindet man... Also die Protagonistin zum Beispiel befindet sich auf so nah gerade irgendwie kurz nach der Scheidung ja auch, weil es ist ja eine ehemalige Fettschweigerin von ihr.

00:30:42: Also sie sind nicht mehr mit ihrem Bruder verheiratet.

00:30:44: Genau und Sie ist Architektin, sollten wir vielleicht

00:30:47: sagen?

00:30:47: Genau, sie ist Architektin und sie versucht auch quasi um Modell für ihre ehemaltige Schweigerinn zu stehen, versucht sie auch glaube ich so einen eigenen Zugang zu sich selbst erlauben.

00:30:57: Gleichzeitig gibt's dann auch noch so ne leichte Romance die sich vielleicht vielleicht auch nicht mit einem Vater des einem der Jungen irgendwie sich anbahnt Also irgendwie sehr viele Sachen, die man schon aus sehr vielen solcher Land- oder Dorffilme kennt auf der anderen Seite.

00:31:13: Aber auch fügt er sich schon auf eine ich würde sagen nicht unerfrischende Art zusammen.

00:31:19: Wie ging es dir damit Lieder?

00:31:21: Und Koji Fukada ist das generell jemand mit dem du was anfangen kannst?

00:31:24: Ja!

00:31:24: Ich erinnere mich auch an Harmonium den ich damals ziemlich gerne hatte hat eben genau wie dieser Film so eine gewisse Langsamkeit und er bleibt halt auch so So vorsichtig, also anders als Harmonie.

00:31:36: Wenn dieser hier ist so vorsichtig es ist fast schon ängstlich oder zurückhalten wird gerade in dieser Queer and Story.

00:31:43: und dann haben wir eben auch einen straighten männlichen Regisseur der von einer zarten Romante zwischen zwei Frauen erzählen will.

00:31:51: Dann gibt es da parallel noch eine zweite auch angedeutete Beziehung zwischen zwei Jugendlichen, zwei männlichen und ich habe dieses Gefühl dass man einfach nie so wirklich reinkommt.

00:32:00: Auch wenn der Film eine sehr schöne leichte Atmosphäre hat und das kommunale Leben dieser ländlichen Provinzgegend sehr schön zeigt.

00:32:07: Ich denke der Film ist besser als ein Film der zeigt wie Kunst als Mittel zur Empathie und Kommunikation funktionieren kann Als einen Film über Queerness oder überhaupt Beziehungen in dem Sinne.

00:32:20: Gut, jetzt könnten wir die Diskussion weiterführen.

00:32:22: Ich habe ihn nicht als Firm explizit über queerness aufgefasst auch wenn das Thema natürlich etwas stärker präsent ist als nur eine Figur ist jetzt schwul, lesbisch was auch immer.

00:32:35: Die Beziehung zwischen diesen beiden Jungen wird auch nicht nur angedeutet.

00:32:38: also dies relativ explizite würde ich sagen

00:32:40: Ja es wird dann sehr deutlich

00:32:43: Das ist relativ Klar, und das ist ein Film der sich leider so'n bisschen an den eigenen Ambitionen auch verhebt muss man sagen.

00:32:51: Also der Film möchte irgendwie... also es ist einer dieser Firme wo man am Ende rausgeht und sich denkt Das war jetzt irgendwie ganz schön aber es schwingt so'nen Pathos mit das Gefühl des Films einfach einen nicht so sehr trifft, wie man es gerne hätte.

00:33:06: Oder quasi.

00:33:07: man spürt der Film verlangt noch mehr von einem.

00:33:10: aber ich kann's dem Film einfach nicht geben weil ich das dann irgendwie nur schön fand.

00:33:14: aber ich war doch zu sehr auf Distanz vor dem Ganzen.

00:33:18: Ja ist ein bisschen langweilig Aber es ging mir sehr ähnlich.

00:33:20: Ich glaube dass stärkste in diesem Films wirklich die Atmosphäre Weil er eben dieses ganze Dorf oder gemeinen Leben sehr gut einfängt.

00:33:29: ja auch gerade diese Beziehung der beiden Jungen hat für mich nicht funktioniert.

00:33:34: Was mir immer mal wieder auch gefallen ist, die Kameraarbeit.

00:33:37: Es gibt so ein paar Szenen wo es auf einmal so einen Zoom gibt, wo er auf die Personen ran gesumed wird und man versucht da irgendwas gerade festzuhalten... Das

00:33:49: ist doch von Hong Kong zugeklebt worden.

00:33:52: Wobei hier aber halt sehr subtil, ne?

00:33:54: Ganz ganz langsam.

00:33:55: Aber dann gibt's eine Szene in der Protagonistin so einen emotionalen Ausbruch hat und da sehen wir sie nur von der Rückseite.

00:34:04: Und da wird weggesummt, da wird raus gesummt.

00:34:07: Also es scheint ja schon ein paar Sachen noch zu entdecken zu geben aber im Großen und Ganzen würde der wahrscheinlich auch am Ende nur bei mir im Mittelfeld landen.

00:34:18: So ist jedenfalls zu hoffen als.

00:34:19: ich hoffe schon dass uns in diesem Jahr noch ein paar gute Filme bevorstehen also in dem Jahrgang Und damit will ich eigentlich auch zum Ende kommen.

00:34:28: Ich wollte, weil ich das von dir jetzt noch nicht in Erfahrung bringen konnte, Lida, auf welche Filme freust du dich denn so dieses Jahr?

00:34:34: Ah also dennoch, den ich mich am meisten gefreut habe, nehme ich den Jane Shunbrunn Film Teenage Sex and Dessen Campen Yasmaya, so einer der besten Titel dieses Jahres.

00:34:43: Habe ich mich schon sehr gefreud!

00:34:45: Da sprechen wir aber erst ... In der nächsten Podcast denke ich...

00:34:49: Drüber?

00:34:50: Den haben wir gerade gesehen.

00:34:51: Genau, den haben wir jetzt gerade gesehen.

00:34:53: und ansonsten auf dem Film mit dem zweitbesten Titel nämlich Jim Queen and the Quest for Chloroqueer so einem animierten Queerenfilm wo es eine schreckliche Seuche gibt die einen heterosexuell macht.

00:35:06: So ist auch mein Albtraum... Heterosexuelle Probleme.

00:35:10: Dann freue ich mich sehr auf alles aus der Midnight-Schiene eigentlich oder fast alles, aber auch auf den anderen Horrorfilmen, die hier im uncertain Regal noch läuft, nämlich Victorian Psycho so ein Gothic Drama Swiller verspricht das zu werden Species mit dem französischen Titel Sanguin.

00:35:29: Nur so ein Titel, wo ich hier weiß es um eine rätselhafte Krankheit geht.

00:35:33: Blut, ne?

00:35:34: Genau!

00:35:34: Es hat irgendwas mit Blut zu tun.

00:35:37: und dann auch Nikolas Winding Reffen Sir Private Hell der ist jetzt nicht im Midnight-Programm aber fällt auch so'n bisschen in diese Schiene Mit einem buchstäblichen Abstieg ins Inferno.

00:35:48: also Ich bin darauf sehr neugierig klingt sehr.

00:35:50: dann Tesc

00:35:52: Das ist doch der perfekte Übergang zu Jakob, oder?

00:35:55: Ich habe auch drei Firmen die ich immer wieder nenne wenn ich was sage und das ist einmal natürlich Reffen.

00:36:01: Ich bin ein riesen Nikolas Winning-Refn Fan!

00:36:04: Ich hab all sein Zeug gesuchtet... ...ich hab so dermaßen Lust auf diesen Firmen.

00:36:08: Dann Waleska Griesebach Mega, mega große Lust drauf.

00:36:13: Was jetzt nach Western kommt?

00:36:14: Nach über zehn Jahren, fast zehn Jahren Western.

00:36:17: Nach neun Jahren Western, wie sie jetzt ihren sehr interessanten Blick wieder erweitert und ansonsten noch Sandra Wollner mit Everytime.

00:36:26: Die ist ein Anson Torega!

00:36:28: Ja ich freue mich auch sehr auf den Wallasker Grüßebach Film und darüber hinaus noch... Auch auch den Hammer Gucci weil gut sein letzter Film der NW Nedig lief.

00:36:38: Evil Does Not Exist hat mir nicht ganz so zugesagt, aber die beiden vorangegangenen, die ja beide auch im gleichen Jahr liefen.

00:36:45: Einmal bei der Berlinale Wheel of Fortune and Fantasy und einmal Drive My Car...

00:36:50: Das Glücksrad!

00:36:51: Genau, die waren beide ganz hoch bei mir angesiedelt.

00:36:54: und jetzt glaube ich über drei Stunden der neue Film...

00:36:58: Aber es ist nicht mal sein längst da.

00:36:59: Gib

00:36:59: mir das, gib mir das.

00:37:00: Da habe ich doch Bock drauf.

00:37:02: Gut und ich glaub damit beenden wir den ersten Podcast, die vom zweiten Tag entkann.

00:37:08: Und wir sehen uns vielleicht morgen schon wieder beziehungsweise ihr hört uns dann wieder.

00:37:12: bis dahin danke Lieder Danke Jacke!

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