Moviebreak Interviews und Festivals

Moviebreak Interviews und Festivals

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00:00:01:

00:00:16: Hallo und herzlich Willkommen zu Movie Break Podcast.

00:00:18: Heute vom fünften Tag in Cannes, hier ist Patrick und neben mir wieder

00:00:24: Lieder!

00:00:25: Hi Lieder, wie geht's dir?

00:00:27: Ja super tired.

00:00:28: Also fünf Filme jeden Tag seitlich angekommen und außerdem tagendehm der Eröffnungsfilm war denn da läuft ja nur der eigentlich normalerweise ein paar Wiederholungen.

00:00:37: also richtig hart hier auch weil der erste Film immer früh um acht beginnt und der letzte dann erst so um zehn elf anfängt Man so den ganzen Tag wirklich hier unterwegs ist und auch kaum zum Schreiben kommt.

00:00:50: Zumindest geht es mir ganz toll, sehr ärgerlich was ich gemerkt habe und worüber auch viele Kolleginnen sich beklagt haben.

00:00:56: die Interviews sind immer so getaktet dass sie genau in der gleichen Zeitschiene sind in der diese beiden Wettbewerbsfilme laufen.

00:01:04: das ist meistens am Nachmittag und da fragt man sich wirklich ob die das nicht hätten.

00:01:08: also fragt mal sich schon ob das Absicht ist

00:01:11: ja wir wissen ja Schwarz-Basarkarte gibt, die so ganz etablierte Leute haben.

00:01:18: Das heißt sie können die Wettbewerbsfilme schon immer ganz früh am Morgen sehen und dann ist es natürlich kein Problem in den Pressekonferenzen im Nachmittag zu gehen.

00:01:26: Ja vielleicht verdienen wir uns das nach fünfzehn Jahren.

00:01:28: Fand ich so, sind Sie genau von so, wenn wir inzwischen

00:01:32: so Rentner sind?

00:01:33: Na gut!

00:01:33: Ich muss sagen, ich bin jetzt wieder ein bisschen besserer Dinge weil die Filmen in den letzten zwei Tagen so... bisschen nach oben gegangen sind, was jetzt aber nicht am Wettbewerb liegt.

00:01:43: Dazu kommen wir noch wenn Jakob wieder das ihr werdet es ja gehört haben, Jakobs heute nicht da und wenn Jakub wieder.

00:01:49: das können wir zum Beispiel über den Hamaguchi auch reden weil über denen haben wir noch gar nicht gesprochen.

00:01:54: Genau!

00:01:54: Den hatten wir mehr oder weniger schon groß erwartet.

00:01:58: also ich besonders.

00:02:00: Ich dachte, wir reden mal wieder wie schon in unserer letzten zwei Episode über ein paar Filme die uns eben noch so untergekommen sind.

00:02:08: Aber das soll gar nicht despektierlich sein.

00:02:10: vielleicht sind da sogar Perlen dabei im Gegensatz den Großen im Wettbewerb und ich nehme das mal zum Anlass um zu beginnen mit einem Film der mir bisher am besten gefallen hat Und das ist Virage.

00:02:23: Das ist ein Langspielfilm-Debüt von Aline Souter und Céline Carridot.

00:02:30: Ich bin nicht ganz sicher, ob ich den Namen korrekt ausspreche vielleicht Carridar?

00:02:34: Ich habe es gerade nicht ganz genau auf dem Schirm aber ja das ist ein Debüt der läuft hier in Acide also dieser super super unabhängigen Nebensektion.

00:02:44: Das ist sein Film auf sechzehn Millimetern gedreht aus der Schweiz spielt in Genf ist sehr dokumentarisch, ist aber keine Dokumentation.

00:02:54: Es gibt einen klaren Drehbuch und der Film spielt aber schon sehr damit das es dokumentarische irgendwie auch angelegt ist.

00:03:03: die ganze Sache Das fängt schon bei der Hauptdarstellerin an Johanna Schopfer denke ich Die man gar nicht im Internet findet.

00:03:12: also man weiß gar nichts über diese Person Man weiß gar nicht ob das auch nur eine Erfindung dieses Films ist.

00:03:18: Aber Jedenfalls sie ist eine Kolumbianerin, die in Genf lebt.

00:03:23: Und sie zeigt sich mehr und mehr als eine Autonerin was man am Anfang nicht unbedingt erwartet wenn man sie sieht.

00:03:33: Sie arbeitet dort für eine Luxus-Urenfirma und sagt aber gleichzeitig auch ja Uren mag sie eigentlich gar nicht.

00:03:43: Das spiegelt so ein bisschen den Humor wieder, den der ganze Film hat.

00:03:46: Ich fand ihn unglaublich witzig!

00:03:48: Ich habe sehr viel gelacht, vor allem wenn man so ein bißchen Französisch spricht ist es sehr erhellend immer mal wieder und auch überrascht einen.

00:03:57: Gleichzeitig ist sie auch so scheint es jedenfalls in dem Film angelegt zu sein eine... Lernerin der französischen Sprache, weil man sieht sie so auf der Straße umherlaufen und ganz laut vor sich hin die Wochentage aufzählen oder Monate vielleicht auch glaube ich in einem Moment.

00:04:15: Und ja was ist das eigentlich für eine Geschichte?

00:04:18: Man kann schon, ich glaub damit nimmt man jetzt nicht zu viel vorweg sagen dass es eine Transfrau ist aber das spielt im Film zumindest Oberflächlich eine untergeordnete Rolle.

00:04:32: Es drängt aber immer mal wieder in die Geschichte hinein, weil wir neben dieser doch sehr am dokumentarischen orientierten Gestaltung auch wenn es auf sechzehn Millimeter gedreht ist was in der heutigen Zeit zumindest fast schon wieder sowas Fiktives eigentlich reinbringt so ein Element Genau!

00:04:50: Wir haben diese Nebenpassagen wo so Comic Strips gezeigt werden Weil wie wir dann lernen Comic Zeichnerin, die Johanne.

00:05:01: Und die Shop-Ownerin dieses Comic-Ladens ist auch eine gute Freundin von ihr, die auch manchmal dann die Tarotkarten legt und so weiter.

00:05:11: Also alles sehr, sehr amüsant.

00:05:13: Es erinnert mich sehr... Ich weiß nicht hattest du im Vorjahrlieder den Laurent Don LeVon gesehen?

00:05:19: Ja!

00:05:20: Den hatte ich gesehen.

00:05:21: Und so ähnlich eben, also beide Filme sind tatsächlich strukturell ähnlich und diese Ähnlichkeit ist auch ein grundlegender Trend den ich beobachten konnte auf den Dokumentarfilmfestivals.

00:05:32: in den letzten Jahren und auch gerade auch in diesem Jahr war, nämlich zum einen hat man so eine Hybridstruktur.

00:05:37: Der Film ist dokumentarisch aber auch mit improvisierten und fiktionalisierten Elementen, aber basierend auf dem Leben einer realen Figur und mit der gemeinschaftlich entwickelt.

00:05:46: es ist eine persönliche Perspektive also individuell fokussiert statt jetzt investigativ oder gesamtgesellschaftlich.

00:05:54: Also das geht hier nicht.

00:05:55: du hast schon erwähnt es ist ein Transfrau Aber es geht nicht so sehr um trans Menschen in der Gesellschaft sondern einfach um ihre private Situation.

00:06:03: Und dann hat er so eine andere Struktur, das heißt es gibt keinen ganz klaren Fokus

00:06:07: und

00:06:07: keine eigentliche Handlung auch in dem Sinne sonst ist mehr so ein Slice of Life.

00:06:12: Genau und ich glaube der internationale Titel schon von Laurent Don Levin war ja glaube ich Drifting Lawrence oder so?

00:06:20: Genau

00:06:20: das ist jetzt Summer Drift.

00:06:22: also und es passt auch, es treibt halt alles vor sich hin.

00:06:26: Gleichzeitig dadurch, dass die Dinge so in der Schwebe sind.

00:06:29: Eröffnen sie auch immer relativ viel und die erlauben einen selbst über die Dinge vielleicht manchmal auch neun nachzudenken.

00:06:36: Wir wissen zum Beispiel gar nicht wieviel ihre Arbeitskolleginnen wirklich über sie wissen.

00:06:41: ist Gibt ja diese eine Szene, als sie so fast wie in einer Polizei befragen oder so gefragt wird.

00:06:47: Wie das mit ihrer Familie sei?

00:06:49: Ob es ein Mann habe und so weiter... Und man merkt sofort, dass sie erfindet da gerade irgendeine Geschichte!

00:06:54: Mit einem Ehemann und zwei Kindern usw.

00:06:57: Ich fand diesen ganzen Humor einfach sehr gut entwickelt.

00:07:00: Wo hast du die Informationen eigentlich hergeholt?

00:07:02: Weil ich konnte dazu gar nicht großartig was finden.

00:07:06: Welche Informationen?

00:07:08: Dass es zusammenentwickelt wurde, Descripts usw..

00:07:12: Ich glaube, ich hatte da das Pressematerial zum Screener.

00:07:16: Weil ich den vorab bekommen habe auf ein Screener aber... ...ich weiß noch dass ich das irgendwo gelesen hab auch vielleicht auch irgendwo in der Recherche weil ich dann eben auch viel also gegoogelt habe was man so alles findet und dass das eben also gemeinschaftlich eben kreiert wurde.

00:07:29: Und das ist tatsächlich auch so eine... weil ich da auch an einer weiteren Parallele dachte zu den anderen Dokumentarfällen als ich das gelesen habe Dass es oft so ist, dass man eine ungefähre Vorgabe kriegt Hauptfigur denn diesen Dokus, was man machen soll oder was aufgenommen werden soll.

00:07:43: Aber es keine konkrete Anweisung gibt wie in dem Drehbuch so musst du's machen.

00:07:46: So ein Treatment sozusagen?

00:07:47: Genau

00:07:48: genau also sowas wie.

00:07:49: aber geh jetzt hier zu deinem Arbeitsplatz und Schrauber an deiner Uhr... ...aber es gibt es nicht vorgeschrieben wie man das machen muss.

00:07:55: wenn man macht das einfach wie immer.

00:07:57: Ja also für mich ist es eine große Empfehlung.

00:08:00: auch so bisschen Girodie finde ich steckt ja auch drin.

00:08:04: Ich finde, es ist eine Lineage die man hier nachzeichnen kann.

00:08:09: Dabei belastigst du.

00:08:10: Ich könnte noch einiges mehr dazu sagen, z.B.

00:08:12: Drag Race wie mit der Sache hier gespielt wird und so.

00:08:15: aber ja vielleicht komme ich gegen Ende des Festes jetzt nochmal darauf zu sprechen weil wir sind auch ein bisschen unter Zeitzwang hier.

00:08:22: oder Zeitzug Wie sagt man?

00:08:25: Zeitdruck!

00:08:26: Genau deshalb Lieder fühl uns doch mal weiter.

00:08:28: welchen Film möchtest Du besprechen?

00:08:30: Ja auch eine kleine... also eine große Doku zugleich aber nur wenig sagen werde denn es ist ein Film von Steven Soderberg der sich hier auf dokumentarisches Terrabe gibt nach vielen, vielen Spielfilmen.

00:08:41: Und gleichzeitig eine der Iconen des letzten Jahrhunderts und der Musikgeschichte in den Mittelpunkt rückt nämlich John Lennon.

00:08:48: das ist der Film.

00:08:49: Tealis Programm The Last Interview Das wurde eben aufgenommen das einzige Radiointerview dass John Lennen und Yoko Ono also beide gemeinsam gegeben haben das heißt es nicht nur ein Interview von John Linnon

00:09:02: sondern auch

00:09:03: von Yoko ono das noch an aufgenommen wurde am gleichen Tag an dem auch Annie Leiberwitz, dieses berühmte Fotoshooting mit den beiden gemacht hat.

00:09:11: Das ganz viel ikonische Bilder hat.

00:09:13: und das war der Tag an dem John Lennon erschossen wurde, der achte Dezemberen, neunzehnachtzig

00:09:19: Und

00:09:20: ja der gesamte Film ist einfach nur dieses Interview.

00:09:22: und da das nicht gefilmt wurde haben wir dazu auch nur Bilder und Fotos aus dem Leben von Yoko Ono und John Lennon.

00:09:28: Und das klingt jetzt vielleicht ein bisschen trocken, aber ich fand dass obwohl ich da sehr müde war um acht Uhr dreißig am Morgen doch wirklich sehr spannend und mitziehend auch weil man dadurch sehr viele zum einen die musikalische Entwicklung von John Lennen auch ganz viel über Yoko ono was für mich sehr spannend war.

00:09:42: sie war ja lange so auf so einer sehr ja chauvinistisch definierten Position in der Musikgeschichte wurde lange Zeit auch nicht anerkannt als eigene Künstlerin.

00:09:50: diese hier ist es ja eine riesige Künstlerin, so was Happenings angeht und so.

00:09:55: Mega wichtig!

00:09:56: Sie hatte viele Ausstellungen im letzten Jahr wo es aus so Retrospektiven und so gab über ihr Werk.

00:10:01: also darum war das für mich auch wirklich wie ein Double Feature.

00:10:04: Also nicht nur ich hätte mir auch wirklich gewünscht dass der Film heißt dann würde du so wie Lenin and Oh No The Last Interview nicht nur John Lennon weil's einfach ist es einfach wirklich ein Übergehen von ihrer wichtigen Rolle in dem Film auch Sozialstrukturen aus der Zeit, die da zum Beispiel hervorbringen.

00:10:19: Wenn John Lennon so sagt was damals absolut neu und ganz revolutionär ist das er gerne sich eine Kinderzeit nehmen möchte und das auch gemacht hat drei Jahre um mit dem gemeinsamen Sohn zu Hause zu bleiben und dann so sagt ja einmal ein Haus Husband also quasi von Housewives oder die männliche Version House Husband leider hat sich der Begriff nicht durchgesetzt.

00:10:37: ich finde ihn eigentlich sehr sehr nett Auch wenn das so ein bisschen ein Dämpfer dadurch kriegt, dass die beiden natürlich einen Zimmer, also eine Nanny haben.

00:10:45: So ein Kindermädchen und man denkt okay ich bleibe zu Hause für meinen Kind aber das Kindermädchen.

00:10:49: Aber trotzdem eben einfach, dass es damals... absolut gegen das Männerbild ging und dass auch wenn Joko Ohne so Sachen sagt, sie hat ja nicht für mich gemacht.

00:10:58: Sonst hat er einfach gemacht weil er gerne Vater sein wollte und gern seinen Zeit mit seinem Kind verbringen wollte und dass sie glaubt, dass viele Männer das gerne wollen.

00:11:06: Und ich habe auch mal die Hoffnung oder den Wunsch, dass Viele Männer nicht nur aus Zwangzeit mit ihren Kindern zu verbringen sondern auch gerne in die Vaterzeit gehen.

00:11:14: Also solche Sachen sind einfach sehr sehr spannend auch das mitzukriegen diese Dynamik also kann ich absolut Empfehlen diesen Film auch für Leute, die jetzt nicht mega mega Beatles Fans sind.

00:11:24: Was mich jetzt interessieren würde ist das ist ja ein Interview dass man fast vollständig auch online archiviert findet.

00:11:32: und Was hat Soderberg denn jetzt genau gemacht mit den Bildern?

00:11:36: Weil mir ist auch schon ein bisschen Kritik daran zu Ohren gekommen, dass er irgendwie so generative AI benutzt hat für Hintergründe und so.

00:11:44: Das

00:11:44: muss ich jetzt nämlich recherchieren!

00:11:45: Das habe ich noch nicht irgendwo gelesen aber ich hab mich ja auch über den Film, weil ich so viele Filme jeden Tag habe auch noch gar nicht... irgendwie recherchiert, aber das ist ein gutes Schlagwort.

00:11:54: Es wirkt so wie eine Slideshow und da könnte man den stärksten Kritikpunkt anbringen, dass es dadurch visuell nicht annähernd spannend ist auch wenn man viele Bilder sieht die ich zumindest nicht kannte, also das Gefühl hat, dass frischende Bilder dabei sind, so ungewöhnliche Momente, nicht nur die typischen John Lennon, Yoko Ono Portrait-Shots.

00:12:15: Aber da hätte man vielleicht noch mehr machen können.

00:12:18: Trotzdem fand ich es aber sehr angenehm, also einfach die Stimme zu hören weil ich finde das macht ganz viel aus ob man einen Text liest oder wirklich einen Menschen sprechen hört und gerade auch weil dadurch diese Gesprächsstruktur so ein bisschen durchkommt oder so Momente die mit aufgenommen wurden die eigentlich nicht für, dass die in einem schriftlichen Interview nicht drin werden.

00:12:36: Wenn er so kommt und sagt oh Leute ihr habt ja schon angefangen ich wusste das gar nicht.

00:12:40: und so weil er eben erst oben war und Joko Oneschno unten das Interview begonnen hat und solche Sachen.

00:12:45: also was einfach eine ja so amüsante Atmosphäre so hat und es hat mir schon sehr gut gefallen.

00:12:50: aber ist jetzt kein Film der ein visuell vom Hocker reißt oder so.

00:12:54: Das könnte man auch als Hörbuch sich beim Autofahren anhören.

00:12:57: Und ist die Tonspule durchgängig?

00:13:00: Oder wird sie unterbrochen?

00:13:01: Nee, die ist dies durchgängig.

00:13:03: Also wenn sie unterbrocken wurde habe ich da nichts von mitbekommen.

00:13:06: das ist so ein sehr fließender Dialog und ich nehme an dass da auch ein bisschen geschnitten irgendwo wurde oder remasterd wurde.

00:13:12: aber die Qualität ist auch sehr gut Und das ist auch was besonderes weil es tatsächlich eines der Audiointerviews in der allerbesten Qualität mit John Lennon ist, da die meisten Audiointervues mit ihm eben gemacht wurden für Texte.

00:13:25: Wo dann egal war wie es klingt.

00:13:27: man muss es nur irgendwie verstehen können damit man's transkribieren kann.

00:13:31: und das also ich persönlich mache ja auch lieber audiointerview als text interviews einfach weil ich finde dass es ein Unterschied ist ob man wirklich jemanden reden hört oder ob man nur etwas liest.

00:13:42: Ja ja Ich muss aber sagen ich mag auch diese Interviews zum Beispiel per E-Mail geführt werden, weil sich die Leute manchmal dann doch noch mehr Zeit nehmen können an einem Gedanken richtig zu arbeiten.

00:13:55: Weil wir kennen das ja auch durch den Podcasts, dass man denkt manchmal, was habe ich denn da gerade gesagt?

00:13:59: Das hätte ich doch viel besser formulieren können oder so und dahin mag ich diese E-mail vor, manchmal auch diese ich immer mehr durchgesetzt hatte.

00:14:06: Oder vielleicht nur einen Satz dazu ist hat halt auch etwas sehr... Trauriges und melancholisches, weil er zum Beispiel solche Sätze sagt wie oh ja and I will make music until the day i'm dead and buried which hopefully we'll be in a very long time.

00:14:19: Was natürlich nicht.

00:14:20: ne denn das war sein letzter Tag.

00:14:21: also das hat dann nochmal sowas.

00:14:25: Okay könntest du uns noch mal an den Titel erinnern?

00:14:28: John Lennon The Last Interview.

00:14:31: Okay okay da ist der Titelprogramm Also die neue Steven Soderberg-Dokumentation.

00:14:39: Ich glaube, sein letzter Film, The Christopher's ist noch nicht in Deutschland angelaufen.

00:14:42: Ne?

00:14:43: Noch nicht!

00:14:43: Ich habe es auch gerade geguckt und der letzte, der hier angelaufen ist war Black Bag.

00:14:46: Da war ich übrigens ganz froh.

00:14:48: Ich hab von einem Monat oder zwei Monaten oder so.

00:14:50: in New York hatten die eine Promotour Und da war dann Ian McKellen auch in einer Loge oder so wo man sich ein Ticket reservieren konnte.

00:14:58: Dann habe ich ihm bei Personal nicht gesehen.

00:15:00: Es war ein ganz schönes Erlebnis weil er ja seine eigene Aura mit sich bringt.

00:15:04: Ja

00:15:04: das finde ich auch sehr cool, ihn mal echt zu sehen.

00:15:07: Okay Dann wollte ich noch kurz über ein anderes Debüt sprechen, also ich hatte vorhin schon einen Langfilm-Debüt auf jeden Fall.

00:15:15: Hier habe ich noch ein zweites.

00:15:16: Ich bin nicht ganz sicher wie man den Namen ausspricht weil das ein Amerikaner ist aber der Nachname eher so niederländisch oder so anmutet Reed von Dick oder Reed van Dyke Atonement heißt er und der basiert im Großen und Ganzen auf einem New Yorker Artikel aus dem Jahr.

00:15:37: Regisseur gestoßen damals und hat sich daraufhin sehr in ein Thema eingearbeitet.

00:15:43: Und dieses Thema ist der Irak Krieg, also wir haben es noch im Kopf.

00:15:48: Der Irak hat Atomwaffen

00:15:50: usw.,

00:15:50: das war damals die amerikanische Propaganda.

00:15:53: Und der Film setzt damit ein, dass wir mit einer Familie in Bagdad sind.

00:16:02: Man lernt hier so um Alter kennen.

00:16:05: Ich war jetzt nicht mit der Primisse vertraut, deswegen hat es mich dann schon doch sehr schockiert als auf einmal die Bomben eingeschlagen sind.

00:16:13: natürlich und weiß man aus dem Kontext heraus okay.

00:16:15: Es wird nicht ganz friedlich hier enden.

00:16:17: jedenfalls macht ihr Film ist ganz geschickt weil wir beginnen mit dieser Familie.

00:16:21: Wir haben also diese Perspektive auch wie wir erstmal sogar eicht sind.

00:16:26: Und dann geht das aber weiter dass dem gegenüber gestellt wird oder parallel gesetzt wird, die Soldatenperspektive der Amerikaner.

00:16:35: Die jetzt kann es zwar zu glorifiziert werden und so weiter ganz im Gegenteil denn wir sehen eben das Teile der Familie genauer gesagt ein älterer Ehemann und Vater und dessen zwei Söhne erschossen werden von Soldaten der Amerikane als sie durch eine Zone gehen, von der sie nicht wissen dass die gerade für Schusswechsel sozusagen blockiert ist.

00:16:58: Und sie fanden mit ihrem Mercedes-Durch oder so und schwenken auch die weißen Fahne.

00:17:02: aber das wird alles ignoriert in diesem Moment.

00:17:06: Was passiert dann?

00:17:08: Dann haben wir wieder eine Figurenperspektivenwechsel und wir sehen die Dinge aus der Perspektive des Journalisten der New York Times und später des New Yorkers.

00:17:21: die Atemweise wie der Film mehrmals die Perspektiven wechselt, lässt einem so eine ganz unbequemen Perspektive zurück.

00:17:30: Man kann natürlich sehr leicht irgendwie Urteile fällen oder so wer da richtig, wer falsch gehandelt hat ist es ja in gewisser Hinsicht klar.

00:17:38: wir haben aber eben dieses Bemühen dieses eines Soldaten dass er irgendwie Kontakt mit dieser Familie aufnehmen möchte, der er eben unter anderem mit seinen Kollegen die Mitglieder genommen hat durch die Schüsse.

00:17:53: Und das behandelt dieser Film und ich fand es unglaublich stark inszeniert.

00:17:56: Ich war auch überrascht dass ich Kenneth Branagh mal in einer ganz guten Rolle sehe weil jetzt kein großer Fan von ihm bin.

00:18:04: Der Film beginnt mit eine Einblendung von zwei Definitionen zum Atonement was auf Deutsch so wie Buse oder so übersetzt werden könnte.

00:18:12: Das heißt um einen Wiedergutmachung oder Ausgleich einer Rechtsverletzung, das kennen wir Busgeld und so weiter.

00:18:18: Und wir haben eine Wiederherstellung zwischen Mensch und Gott.

00:18:23: Im Grunde versucht dieser Film dem beiden auf eine gewisse Art gerecht zu werden und in diesem Zwischenraum zu verhaften.

00:18:31: Ja!

00:18:32: Das war Reed von Dykes.

00:18:33: Atonement ist auf jeden Fall eine Empfehlung von mir.

00:18:36: Lieder, hast du noch eine Minute oder

00:18:37: so?

00:18:38: Genau.

00:18:38: Ich habe noch etwa ein oder zwei Minuten bevor ich losrenne zu James Gray's Paper Tiger nämlich den neuen Hirokatsu Koreeda Sheep in der Box und vielleicht sage ich da auch ein paar Sätze zu je nachdem ob Jakob den auch gesehen hat Oder Du wirst ihn später vermutlich ja noch gucken.

00:18:52: Darum ist das jetzt nicht so schlimm wenn es abgewirkt wird.

00:18:54: ein bisschen.

00:18:55: Da spielen so Elemente von Pinocchio mit rein Und auch von der kleine Prinz.

00:18:59: Es ist so futuristisch angelegt.

00:19:01: Eine Familie die ihr Kind verloren hat nutzt einen neuen Service Nämlich der genau aussieht, wie ihr wird für einen Unfall verstorbener kleiner Sohn und das ist dort auch eine weitverbreitete Technik.

00:19:11: Das heißt mehrere Familien mit Verlusterlebtissen haben Kinder.

00:19:14: es sind immer nur Kinder keine Erwachsenen die ihre Verstorbenen ersetzen sollen.

00:19:18: und eine Frage die das ganz eben auf den Punkt bringt dieses Dilemma ist wem gehören die Toten?

00:19:23: Und diese menschlichen Wesen die sich dann loslösen wollen von dieser erwachsenden Gesellschaft die sie wirklich Instrumenten zur Trauerbekämpfung sieht und gar nicht als Individuen, obwohl diese Androiden aber immer mehr wie Individuinen fühlen.

00:19:39: Also systematisch sehr interessant.

00:19:40: ich fand die nicht so stark wie die vorigen Filme im Coreedas Aber mag es durchaus dass er hier ein neues Terrain sich erschließt nämlich Science Fiction.

00:19:49: Und das ganze mit einer sehr melancholisch realistischen Stimmung macht uns eigentlich vor allem um Trauer.

00:19:54: geht also Allgemein auf jeden Fall eine Empfehlung.

00:19:58: Ich werde noch ein bisschen drüber nachdenken und kann dann vielleicht mit euch beiden noch mehr darüber reden, denn dieser Film schneidet sehr viele Elemente an auch der unterschiedliche Umgang mit Trauer wie manche Trauer eben verdrängen wollen.

00:20:09: Manche wollen sie sich darin aufgehen lassen, manche wollen Sie betäuben.

00:20:14: also indem man sich einredet es ist ja gar nicht passiert das was einem schmerzt.

00:20:18: Und dass ist eben sehr faszinierend auch weil Japan einen ganz anderen umgang mit den Tod hat als wir hier in Deutschland Die asiatischen Länder, auch weil die Asiatschenländer einen ganz anderen Umgang haben mit dem Tod als wir hier in Deutschland.

00:20:31: Der Tod hat mehr noch stärker Entrücktes aus der Gesellschaft.

00:20:35: Okay ja, wir sind entweder Zeitdrückt deshalb müssen wir das hier zum Ende bringen und deswegen müssen wir es jetzt zum Ende bringen.

00:20:42: aber ich habe noch einige Fragen an dich zu diesem Film und vielleicht können wir das beim nächsten Mal unterbringen.

00:20:47: also vielen Dank Lieder und rass.

00:20:49: jetzt schnell zum nächsten film.

00:20:50: genau dass ist halt für euch so real.

00:20:52: live festivalatmosphäre.

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