00:00:00: Hallo, liebe Moviebreaker.
00:00:01: Wir sind gerade gestern angekommen auf dem Locarno-Filmfestival das jetzt in die neunundsiebzigste Edition geht und ich kann heute mit ihrem Mann sprechen der das Ganze zusammengestellt hat nämlich mit Artistikdirektor Jonas Nazzaro.
00:00:14: Hallo Jonas!
00:00:15: Wie fühlst du dich denn jetzt?
00:00:17: Heute ist der Öffnungstag Du hast aber schon ganz viel vorgearbeitet.
00:00:19: bist du erschöpft oder noch richtig viel Energie?
00:00:21: Also ich bin sehr gespannt.
00:00:23: Erschöpf das war ich letzte Woche.
00:00:25: Jetzt finde ich total fit und munter.
00:00:27: Das Programm habe ich Auswahlkommission über ein fast ein ganzes Jahr gebaut, vorgestellt.
00:00:34: Wir haben sehr, sehr lange darüber gesprochen wird was wir uns mit dieser Auswahl im Sinn hatten.
00:00:40: Es finde ich wirklich nur neugierig wie das beim Publikum
00:00:44: ankommt.".
00:00:44: So in der gegenwärtigen Festivalzeit scheinen viele Festivals an so einem Umbruchpunkt zu den.
00:00:49: Karlo Bivari hatte erst sein großes Sixty-Adie-Jubiläum Sundance ist umgezogen und nächstes Jahr wird Locano Achtzig.
00:00:57: Machen dir diese großen Zahlen oder hat diese Umbruchzeit Gedanken und hast du das Gefühl, dass es hier ähnlich ist?
00:01:02: Ich weiß nicht ob es eine Umbruchszahl ist aber auf jeden Fall sind achtzig Jahre natürlich ein wichtiger Punkt.
00:01:10: Und es ist sehr schwer sich der Faszination von diesen Zahlen wegziehen und sagen okay es ist nur eine andere Auflage wie immer.
00:01:19: Es ist natürlich ein bezyphischer Punkt wo man sich denkt wo sind wir angekommen?
00:01:24: vom wo sind Natürlich immer wieder so eine Perspektive.
00:01:30: Ich kann gestehen, dass wir schon jetzt ein paar Ideen für nächstes Jahr haben und was wir da eigentlich alles machen wollen.
00:01:37: Für mich ist der Punkt natürlich immer die Kontinuität eines Festivals in dieser Kontinität sich vorzustellen wie man sich weiterentwickeln kann.
00:01:48: aber ganz ehrlich gesagt ich glaube nicht an diese Idee der Weiterentwicklung nur um immer dieses Bild weiterzugeben das man vorwärts geht.
00:01:56: Es kommt eben auch darauf an, wo man hingeht.
00:01:59: Aber wir, wie gesagt, wir arbeiten schon daran... Was
00:02:02: würdest du sagen zeichnet diese gegenwärtige Auswahl an Film für dieses Jahr aus?
00:02:06: Wenn du es in ein paar Worten zusammenfassen müsstest!
00:02:08: Es gibt eine ganz besondere Unruhe gegenüber der Zeit, in der wir leben.
00:02:14: Man füllt den Droh von besten verschiedenen Kriegsorten die überall aufplatzen und immer so weitergehen, fast in einer neuen scheißlichen sogenannten normalen Normalssee.
00:02:27: Man fühlt auch den Druck auf die Gemeinschaften, auf das Leben der Leuten und wie sich das in einem Gespräch entwickelt indem man sich denkt was geschieht mit mir heute zum Beispiel im ukrainischen Film I really wake up dreaming oder im kanadischem Film Mannhahn wo man sich auch fragen über sich selber.
00:02:51: Jetzt diese Drohung so nah zu mir, dass auch meine Identität in Frage gestellt wird.
00:02:57: Diese Frage der Identität sei es eine Gesellschaft oder eine Person oder eine Familie oder verschiedene Familien.
00:03:03: Das fühle ich immer wieder auf in verschiedenen Filmen und ich würde sagen, dass irgendwie diese drei Punkten des Unruhigkeiten die tauchen wir wieder
00:03:13: auf.".
00:03:20: Es
00:03:21: ist eine sehr interessante Frage, weil die Verantwortung sich darauf bezieht.
00:03:26: Das haben wir sehr, sehr präzis angesprochen mit der Auswahlkommission.
00:03:31: Was ich mir wünsche ist das in der nächsten Zukunft sagen wir jetzt in fünfzehn Jahren wenn jemand sich mit dem Lokalerfestival auseinandersetzt dass man zumindest sofort merkt dass die Leute die zwanzig sechsundzwanzig da an die Auswahl gearbeitet haben sich fragen über die Welt gestellt haben.
00:03:49: das heißt nicht dass wir eine Lösung haben aber wir leben und arbeiten nicht in einer Blase uns mit Mantel der Zinephilie schützen soll, okay das hat für nichts zu tun.
00:04:01: Das ist für mich sehr wichtig dass man erkennen kann, dass wir uns Fragen stellen.
00:04:06: Das andere ist natürlich damit nicht nur Sorgen machen aber wir versuchen auch ein Gespräch zu führen in dem man sagen kann es ist auch begeisternd und unterhaltend sich mitten bilden über die Bilder der Welt auseinanderzusetzen.
00:04:23: Wir wollen natürlich nicht den Leuten sagen, was und wie sie denken müssen.
00:04:27: Aber für mich ist es auch eine Form wenn sich das Publikum in dieses Gespräch hineingezogen fühlt damit es ein Teil einer größeren Gemeinschaft sein kann.
00:04:39: Und das ist natürlich auch toll!
00:04:41: Man muss nicht unbedingt immer ins Kino rein laufen und dann kaurig seien und sich deprimieren.
00:04:46: man kann sich auch geistern und sehr glücklich sein obwohl wir vielleicht finden nicht unbedingt der munterste Schillen der Welt.
00:04:53: Ich denke, dass wenn man seine Identität als Zuschauer im nächsten Rad als Bürger bringt dann macht es wieder Spaß.
00:05:03: als ein Bestandteil der Gesellschaft, eine Gemeinde.
00:05:07: Eine Gruppe wieder zu fühlen!
00:05:08: Für mich geht es darum...
00:05:10: Wir haben schon darüber gesprochen, dass das Festival ja schon eine lange Tradition hat.
00:05:14: wie schafft das Lokal noch trotzdem immer noch eines der progressivsten Festivals auf dem europäischen Markt zu sein?
00:05:20: Gerade wenn wir gucken kann oder venedig die viel viel viel konservativer sind.
00:05:24: Wenn wir Filme auswählen, wir versuchen nicht bisschen progressive okay nur so sein aber wir gehen nicht im Saal und sagen jetzt müssen wir noch.
00:05:32: Es geht um den Genuss, denn wir haben uns mit dem Filmen auseinanderzusetzen.
00:05:37: Wir denken das... Film, eine Gegenwartfrage ist.
00:05:42: Filme kann man nicht in einer Einstellung von gestern machen und sich irgendwie den Luxusgönnen davon da sehen.
00:05:49: zu.
00:05:49: ach die Filme von zwanzig Jahren, die waren so toll!
00:05:52: Und wir setzen uns mit den Elementen aus, die wir vor den Augen haben.
00:05:56: natürlich jeder von uns hat einen besonderen Geschmack, besondere Ideen aber wir versuchen nicht in den Filmen, die uns die Gegenwart bringt.
00:06:06: Unsere Idee wiederzuspiegeln zu... zu finden.
00:06:13: Wir versuchen wirklich uns mit den Filmen auseinanderzusetzen, diese Sendung und neue Gespräche zu führen.
00:06:19: Das heißt dass wir immer wieder von vorne anfangen.
00:06:22: Wir sind die erste Zuschauer der Filme unserer Auswahl.
00:06:26: Wir versuchen gegenüber dieser Filme so ehrlich wie möglich zu sein.
00:06:31: Und wir versuchen immer was wir wissen aus das wir denken, dass wir wissen vom Film nicht auf dem Weg um diese Filme zutreffen zu halten.
00:06:39: Das heisst aber dieser Film ist nicht da.
00:06:41: Ja, so denn.
00:06:42: Wir versuchen diese Filme, wir versuchen die Filme zu dutzend.
00:06:46: Das heißt von wo kommst du?
00:06:47: Was willst du sagen?
00:06:49: Was sind deine Sorgen?
00:06:51: Warum hast Du das so gemacht?
00:06:52: Es ist wirklich ein Gespräch, dass wir für normalerweise geschieht, dass der erste Film, den wir auswählen, dann laden wir einen.
00:07:00: Dann ist es so wie ein Teil eines Mosaikon, dem wir noch nichts wissen aber der erste Teil zeigt schon irgendwie eine Möglichkeit von einem Wie und das ist auch sehr spannend, weil wir das Programm entdecken.
00:07:17: werden wir es machen.
00:07:20: Das andere ist, dass diese Elemente die ich vorher angesprochen habe, die haben wir nicht so vorgemerkt.
00:07:26: Als hätten wir so ein Traveling nach Interen gemacht – kein Drohnen, keinen Sohn, so einen Traveling und dann haben wir plötzlich diese größere Landschaft gesehen in dem alle diese Elementes sich gezeigt haben Ein Programm zu machen.
00:07:39: das ist ein bisschen wie unter Wasser zu schwimmen.
00:07:42: Man schwimmt nicht auf der Oberfläche des Wassers man schwimmt immer unten weil man sieht die Filme die noch nicht fährt.
00:07:48: Man spricht mit den Produzenten, mit dem Filmemacherinnen und so weiter.
00:07:53: Und man sieht nicht so viel voraus.
00:07:55: Ab und zu kommt dann ein Sand vom Boden aus und weiß es nicht.
00:07:59: Es ist so ein bisschen doof dargestellt aber das ist wirklich so!
00:08:03: Wenn's fast fertig ist kommen wir oben fangen wir zur Aden, dann gehts wieder.
00:08:07: okay... Das ist da, das stellen wir da, dass kommt hier vielleicht doch kein Platz usw.. Für mich ist die Auswahl des Festivals so... auch für meine Auswahlkommission, die Kurzfilm und die Langfilme.
00:08:21: Das ist wirklich so eine Frage der Gegenwart.
00:08:24: Film ist die Kunst der Gegenwahrt.
00:08:26: Es kann nicht anders sein.
00:08:28: auf Französisch- und italienischer Wirt ein Unterschied zwischen Cinema, Cinema & Film.
00:08:33: Cinema is' die Kunst des Films.
00:08:36: Filme sind die Produkte der Industrie des Kinos.
00:08:40: Und wir versuchen – und ich hab nichts dagegen filmen natürlich überhaupt nicht!
00:08:43: Aber wenn wir an die Auswahl arbeiten
00:08:48: Bei vielen anderen Festivals habe ich immer ganz viele kritische Fragen.
00:08:51: Warum gibt es den Dresscode?
00:08:53: Warum sind die Tickets so teuer?
00:08:54: und bei L'Occano habe ich keine von diesen ganzen Fragen, weil ihr das alles nicht habt!
00:08:58: Ihr habt keinen Dress-Code Es gibt Tickets für alle und die Ticket sind sogar relativ bezahlbar nach Schweizer Maßstab.
00:09:04: Diesmal möchte ich jetzt auch mal fragen gerade in Kontext zu den anderen Festivals Gibt es Druck?
00:09:09: solche Strukturen einzuführen ist eine bewusste Entscheidung.
00:09:11: bis hier sagt wir wollen diese Hierarchie Nicht mehr wollen weite offen sein Auch was diesen Glamour angeht.
00:09:17: Glammar ist oft auf anderen Festivals etwas sehr Restriktives auch,
00:09:21: d.h.,
00:09:21: da sind die Stars und du kommst nicht wirklich an sie ran und du bist losgelöst davon.
00:09:25: Und hier kann man die Stars einfach auf der Straße treppen und sich mit ihnen unterhalten!
00:09:29: Wie macht ihr das eigentlich?
00:09:30: Und gibt es ein Drucken anderes System aufzubauen, was mehr diese Hierarchien spiegelt?
00:09:35: Also ich denke natürlich, machen wir das so... Wenn wir Leute zu unseren Abendessen einladen, fragen wir ganz ehrlich gesagt einen Formeldress, das heißt nicht dass man mit einem Krawater oder mit einem Bowtie kommen muss, aber denn wir haben gestern ein Form-Adress.
00:09:51: Aber normalerweise wollen wir, dass die Leute, die zum Festival kommen sich wohlfühlen das heißt Wohl, dass sie fühlen, dass Sie willkommen sind und dass sie nicht in eine Struktur hinein gezogen werden.
00:10:03: Das heisst natürlich im Saal muss man schweigen Die Fragen wenn man zu dem Künstler dann den Q&A spricht.
00:10:10: da muss man anständig gegenüber die Künstlere auch gegenüber das Publikum.
00:10:14: das kann kein Monllo, aber es sind ungefähr so Regeln die nicht mal geschrieben sind.
00:10:18: Das ist selbstverständlich und der Grund weil ich in Locano bin ist genau das was ich so klar dass du jetzt so eben beschrieben hast.
00:10:25: Das erste Mal als ich in Locano gekommen bin darf durfte ich Leute auf der Straße ansprechen und es waren Kindermacher die natürlich sehr hoch scheizte bei einer Hälfte.
00:10:38: Und ich hatte immer wieder das Gefühl dass sich von Locando mit mehr Kennisse über den Film die Industrie, das Films und die Festivals selber gehen.
00:10:48: Das ist auch der Grund, warum ich wieder zurückgekommen bin.
00:10:50: Und dann habe ich langsam aber... Aber es ist nicht dein Plan!
00:10:53: Es entwickelt sich so organisch.
00:10:56: Ich denke, dass Glamour und Stars für die Festivals wichtig sind, aber es muss nicht eine Struktur werden, die das Festival-Erlebnis irgendwie ein bisschen ersticken.
00:11:07: Man kann sehr coole Stars haben und trotzdem ein sehr offenes Festival sein.
00:11:12: Gegenwärtigen Zeit kämpfen viele Festivals auch finanziell ums überleben und das Kulturbudget in den meisten europäischen Ländern wird immer kleiner und kleiner.
00:11:21: Wie siehst du die Zukunft von Festivals allgemein, gerade im Bezug auf diese finanziellen Schwierigkeiten?
00:11:42: sagen wir wieder, dass die Kultur zu teuer ist.
00:11:44: Die Kultur sprecht nur eine ganz kleine Minderheit von bürgerlicher Intellektuellen und so weiter.
00:11:53: Und ich finde das sehr, sehr problematisch, weil das ja gefährlich ist.
00:11:57: Wenn man sagt, dass der Kultur zu teurer ist, dann würde ich sagen... Ich finde es sehr reaktionärer.
00:12:03: Kultur ist nicht teuer!
00:12:04: Kultur ist ein Lebensmittel.
00:12:06: Ist wie ein Stoff mit dem man lebt.
00:12:09: Das ist wie Sauerstoffe Das ist wie Wasser.
00:12:12: Ich will das nicht auch so erhaben machen, aber es ist ganz einfach.
00:12:16: Es ist wie wenn sich die Leute über die Demokratie beschweren.
00:12:18: Ach, die Demokraties funktioniert nicht!
00:12:20: Meine Frage ist immer wieder, hast du versucht ohne Demokratie?
00:12:23: Und das Ganze mit der Kultur und Demokratie ist genau das was wir uns auch beschwerern können.
00:12:29: in den Orden wo eine andere politische Organisation herrscht kann man nicht sagen diese Organisation funktioniert jetzt nicht.
00:12:36: Die Beschwerde über die demokratie ist ein demokratischer Akt der nur in der Demokratie funktioniert.
00:12:41: Und wenn man sagt, die Demokratie funktioniert nicht dann ist es genau das der Wert dass man es jeden sagen kann.
00:12:48: ich finde das sehr sehr sehr reaktionär wenn man sagt die Kultur heißt so teuer dass es spricht nur an weniger Leute und so weiter.
00:12:55: und leider spürt man das auch in der Sprache die wir tagsüber benutzen Länder mit sehr sehr Reichen reichenden Symbolen sind sehr vielfältige Sprachen die englischen Länder die Frankreich Deutsch.
00:13:11: Es fühlt sich als würde es sich das Wörterbuch immer kleiner werden.
00:13:14: Und das ist für mich ein Ergebnis, ein Reflex von dieser blöden Ideologie, dass Kultur zu teuer ist und die Sprache wird ever, dass Demokratie nicht funktioniert um Gesprächen weniger und die Bannbreite der Möglichkeit die Welt durch die Worte und die Spreche zu beschreiben.
00:13:31: Das wird immer enger aber das merkt niemand.
00:13:33: und wenn man sagt ihr habt so viele Filme im Programm Gott sei Dank meine es geht wirklich darum die Fenster die Türen der Welt offen zu bleiben.
00:13:41: Das ist die Herausforderung und ich will jetzt nicht so erhaben tun, aber es ist auch lustig das zu machen.
00:13:47: Es kann unterhalten sein, es kann cool sein.
00:13:51: Es muss nicht unbedingt so verdammt ernst sein.
00:13:53: Aber für mich, es ist lebenswichtig.
00:13:56: Wir sind mit dieser Illusion aufgewachsen, dass in den USA funktioniert nicht, aber die haben hier eine Tour, die haben ihre Musik, sie haben das oder so.
00:14:05: Es gibt ein Gegenbild zum offiziellen... Wo ist das Gegenbild von dem Garengschild?
00:14:10: Es gibt fast nichts mehr.
00:14:11: Und man kann schon dort sehen, was wir hier riskieren.
00:14:14: und für mich es ist lebenswichtig dass wir unsere Worte schützen, unsere Sprache schützen in alle mögliche Vielfältigkeiten!
00:14:22: Ich finde das wirklich sehr gefährlich wenn die Rechten hier in Europa sagen unsere Identität.
00:14:27: und ich frage mich immer Was meinst du damit?
00:14:30: Was ist das?
00:14:31: Vom Busch vom Basis sprichst Du?
00:14:32: Ich meine ich als Italiener könnte kein Italienern sein wären hätten wir nicht die Spanier.
00:14:40: ein anderes Thema sich kurz noch ansprechen möchte, weil es auch omnipräsent ist.
00:14:43: In der Gegenwart ist AI.
00:14:45: AI spielt eine immer größte Rolle sowohl in der Filmwelt als dass das einmal Mittel ist um Filme zu gestalten aber sich auch manchmal unerkannt oder verdeckt in Filmproduktionen einmischt.
00:14:55: und es spielt auch eine Rolle in der Festivalgestaltung.
00:14:57: ich sehe immer mehr Festivaltexte international die ganz offensichtlich mit AI gemacht sind.
00:15:02: also Festivals benutzen AI.
00:15:06: Von Festivals sehe ich gerade zu einem explosionsartigen Anschlieg von Texten.
00:15:11: Ich will es nicht wirklich Filmkritik nennen, weil ein Algorithmus meiner Meinung nach keine Filmkritiik schreiben kann.
00:15:15: Aber selbst in Medien, als ich bin Freelancer für die auch schreibe, sehe ich eine erschreckende Anzahl an Texten, die ungekennzeichnet offenkundig mit AI gemacht sind.
00:15:26: Wie steht Lokano zu dieser Problematik?
00:15:28: Oder siehst du das als Problematikum und gibt es Mechanismen um damit irgendwie umzugehen oder wie
00:15:33: umzugehnen?"
00:15:35: ist die folgende.
00:15:36: Wir haben und wir haben schon Filme mit AI, ich beziehe mich auf den Film von Edgar Perra Carptas Telepathicas.
00:15:44: Wir hatten Dracula vor dem Radio Jude und jetzt noch einen neuen Film von Edgar Perra der teilweise mit AI gemacht worden ist Gerilla Noa Schfalto und das ist ein Element.
00:15:56: Das heißt als Festivalleiter und Kurator denke ich nicht unbedingt dass das Problem AI per se ist.
00:16:05: Ausdruck der technologischen Entwicklung des Spätkapitalismus im Westen.
00:16:09: In diesem Sinne muss man sich fragen, was man damit machen will und es gibt natürlich Leute die das nicht in Frage stellen wollen.
00:16:16: Im Diesem Sinn bin ich einverstanden mit dem Papst.
00:16:18: er sagt dass die AI entwaffnet werden muss.
00:16:21: Hast du aus dem diesjährigen Programm einen persönlichen Lieblingsfilm oder einer der dir besonders am Herzen liegt?
00:16:26: Ich
00:16:27: empfinde das Programm so als ein ganz langer großer Film.
00:16:33: Da müsste ich sagen, diese zehn Minuten hier aus dem ganzen Welt.
00:16:38: Aber ja natürlich kann ich nicht antworten.
00:16:41: Vielen Dank für dieses Gespräch.