Moviebreak Interviews und Festivals

Moviebreak Interviews und Festivals

Interview with Ildikó Enyedi about „Silent Friend“

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The challenges of communication are at the heart of Ildikó Enyedis subtle storytelling. While her mystical romance On Body and Soul that won the top prize at Berlinale, focused on the ambiguous affiliations of humans and animals, her new work examines the delicate connection between people and plants. Silent Friend follows three scientists in three decades as they form botancial bonds to the patient vegetale observers in a university garden. Ahead of the German release the Hungarian director - recently honored with a lifetime achievement award at the Cairo International Film Festival - spoke with Lidanoir about the scientific background of the story, her own relationship to plants, and subjectivity of a seemingly certain reality.

Die Schwierigkeiten der Kommunikation stehen im Zentrum von Ildikó Enyedis feinfühligem Erzählen. Während ihre mystische Liebesgeschichte On Body and Soul, die auf der Berlinale den Hauptpreis gewann, von den vieldeutigen Verbindungen zwischen Mensch und Tier handelte, richtet ihr neues Werk den Blick auf das fragile Verhältnis zwischen Menschen und Pflanzen. Silent Friend begleitet drei Wissenschaftler über drei Jahrzehnte hinweg, während sie im Universitätsgarten eine ganz eigene, beinahe intime Beziehung zu den geduldigen, stillen Beobachtern aus der Pflanzenwelt aufbauen. Im Vorfeld des deutschen Kinostarts sprach die ungarische Regisseurin – die kürzlich beim Cairo International Film Festival mit einem Ehrenpreis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wurde – mit Lidanoir über den wissenschaftlichen Hintergrund des Films, ihre persönliche Beziehung zu Pflanzen und die Subjektivität einer Realität, die auf den ersten Blick eindeutig erscheint.

„These things haven‘t changed“ - Interview with Claire. Denis about „The Fence“

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Colonialist conflicts on the African continent are a recurring theme in Claire Denis (Stars at Noon) oeuvre, to which she returns again in her most recent cinematic effort. The Fence takes its characters through one long night of reckoning, retribution, and - or at least hoping for - redemption. After premiering in Toronto, the allegorical adaptation of Bernard-Marie Koltès's 1979 stage play "Black Battles with Dogs" screens at the 22nd Marrakech International Film Festival in the Horizons section. In the chilly early morning hours on site in Marrakech, the French filmmaker opened up about her promise to Bernard-Marie Koltès, bringing his play to the screen, and the continuation of colonialism.

Kolonialistische Konflikte auf dem afrikanischen Kontinent ziehen sich wie ein roter Faden durch das Werk von Claire Denis (Stars at Noon) – und genau dorthin kehrt sie auch in ihrem neuesten Film zurück. The Fence begleitet seine Figuren durch eine einzige, lange Nacht voller Abrechnungen, Vergeltung und – zumindest in der Hoffnung der Beteiligten – ein bisschen Erlösung. Nach der Premiere in Toronto läuft die allegorische Verfilmung von Bernard-Marie Koltès’ Bühnenstück „Black Battles with Dogs“ aus dem Jahr 1979 nun beim 22. Marrakech International Film Festival in der Sektion Horizons. In den kühlen Morgenstunden vor Ort in Marrakech sprach die französische Filmemacherin darüber, warum sie Koltès versprach, sein Stück ins Kino zu bringen – und darüber, wie der Kolonialismus bis heute nachwirkt.

Interview mit James J. Robinson zu „First Light“

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Sein visuelle Gespür bewies James J. Robinson bereits in seinen hochkarätigen Fotoshootings für Vogue Australia, Wonderland und GQ Australia. Die mystische Ästhetik ist nur eine der enigmatisches Facetten seines sensiblen Spielfilm-Debüts. First Light erzählt von einer philippinischen Nonne, die der Unfalltod eines jungen Straßenarbeiters in einen Gewissens- und schließlich Gaubenskonflikt zieht. Auf dem 22. Marrakech International Film Festival, wo das institutionskritische Drama im Wettbewerb um den Golden Star antritt, sprach der philippinisch-australische Regisseur mit Lidanoir über die Zusammenarbeit mit Schauspiel-Veteranin Ruby Ruiz, die Rolle katholischen Glaubens in der Gegenwart und zeitpolitischen Hintergründe der Handlung.

Interview mit Akinola Davies Jr. zu „My Father’s Shadow“

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Sein enigmatisches Spielfilm-Debüt schaffte es als erste nigerianische Produktion nach Cannes, wo My Father's Shadow in der Sektion Un Certain Regard Weltpremiere feierte. Auf dem 22. Marrakech International Film Festival läuft Akinola Davies Jr.s intimes Drama um Erinnerung, Trauer und fragile Hoffnungen auf eine vereinte Zukunft im familiären und politischen Sinn im Wettbewerb. Zwischen Trouble und Glamour des Festivals fand der britisch-nigerianische Regisseur Zeit für ein Gespräch mit Lidanoir über die autobiografischen Hintergründe der Story, die Rekreation des historischen Handlungsrahmens im Lagos der frühen 90er und die Bedeutung der filmischen Repräsentation authentischer Schwarzer Stimmen.

Interview mit Andrew Dominik auf dem 22. Marrakech Film Festival

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Mit der bissigen Crime Comedy Chopper schaffte er ein kleines Kultwerk, in The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford schuf er einen zeitgenössischen Klassiker des Spätwesterns, sein Marilyn Monroe Porträt Blond spaltete das Publikum: Andrew Dominik ist für seine kompromisslose filmische Handschrift bekannt. Auf dem 22. Marrakech International Film Festival ist der australische Regisseur Gast einer der faszinierenden Conversations mit internationalen Filmschaffenden, die alljährlich zu den Highlights des Festival zählen. Bevor es auf die Bühne ging nahm sich Dominik Zeit für ein Gespräch mit Lidanoir über sein geplante Projekte, seine Position zu filmkritischen Kontroversen und die Inspiration der Abgründe menschlicher Erfahrungen.

Interview mit Maryam Touzani zu „Calle Málaga“

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Ihr bittersüßes Spielfilm-Debüt Adam und ihr vielbeachtetes Zweitwerk Das Blau des Kaftans ginge bereits für Marokko ins Oscar-Rennen. So überrascht es kaum, dass auch Maryam Touzanis dritter Spielfilm diese Ehre gebührt. In Calle Málaga erzählt die marokkanische Regisseurin von einer älteren Angehörigen Tangiers spanisch-stämmiger Minderheit, die fest entschlossen ist, sich selbst und ihrem Viertel treu zu bleiben. Auf dem 22. Marrakech Film Festival, wo das zärtliche Porträt unter den Gala Screenings läuft, fand Touzani Zeit für ein Gespräch mit Lidanoir über die zutiefst persönliche Inspiration der Protagonistin, die Szenen von Sexualität im Alter und die Zusammenarbeit mit Leinwand-Veteranin Carmen Maura.

Interview mit Rebecca Zlotowski zu „A Privat Life“

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Bekannt für ihre nuancierten Frauenfiguren und die feinsinnige Verbindung von politischem Unterton und persönlichem Drama, wagt sich Rebecca Zlotowski in ihrem jüngsten Werk A Privat Life an eine süffisanten Genre-Mix in der Tradition von Hitchcock und Woody Allen. Krimi, Mystery, Psychodrama und Sittenkomödie verschmelzen in der Geschichte einer Psychotherapeutin, die hinter dem Tod einer jungen Patientin ein Verbrechen vermutet. Nach der Premiere in Cannes läuft der sechste Spielfilm der französischen Regisseurin nun auf dem 22. Marrakech Film Festival. Dort verriet Zlotowski im Interview mit Lidanoir die Inspiration der ungewöhnlichen Story, wie sie Jodie Foster für die Hauptrolle gewann und den Dreh mit dem prominenten Ensemble.

Interview mit Uberto Pasolini zu „Rückkehr nach Ithaka“

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Die Entwicklung und Umsetzung seiner kontemplativen Adaption Homers Odyssee forderte mehr Zeit als Odysseus auf seiner Kriegsreise verbrachte: 30 Jahre arbeitete Uberto Pasolini an The Return. Gut ein Jahr nach seiner Premiere in Toronto schafft es das harsche Epos, das sich statt phantastischen Spektakels die psychologischen und politischen Aspekten des Mythos ergründet, doch noch hierzulande auf die große Leinwand. es gut ein Jahr nach seiner Premiere in Toronto doch noch unter dem Titel Rückkehr nach Ithaka hierzulande auf die große Leinwand schafft. Ralph Fiennes und Juliette Binoche stehen als Odysseus und Penelope 28 Jahre nach The English Patient wieder gemeinsam vor der Kamera. Im Gespräch mit Lidanoir erzählt der italienische Regisseur und Produzent von der wechselhaften Genesis seiner vierten Kino-Regiearbeit, der Zusammenarbeit mit Fiennes und der Bedeutung Homers epischer Vorlage in der Gegenwart.

Interview mit Ella Rumpf zu „15 Liebesbeweise“

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Vor wenigen Wochen prämierte in Toronto ihr jüngster Film Couture, in dem sie neben Angelina Jolie auftritt, hierzulande startet gerade ihre vorherige Schauspielarbeit für Alice Douard, deren 15 Liebesbeweise in Cannes Premiere feierte: Ella Rumpf hat zu den vielseitigsten und gefragtesten Talenten des jungen europäischen Kinos. In Douards Beziehungsdrama verkörpert die schweizerisch-französische Schauspielerin die Partnerin einer der Tochter einer berühmten Pianistin, von der das Frauen-Paar ein Charakterzeugnis für ihre werdende Familie braucht. Im Interview mit Lidanoir spricht Ella Rumpf über ihre Herangehensweise an die Rolle, ihre Inspiration und hoffnungsvolle Filme in düsteren Zeiten.

Interview mit Netalie Braun zu “Oxygen“

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Auf dem diesjährigen Jerusalem Film Festival holte Netalie Brauns (Hatalyan The Hangman) systemkritisches Spielfilm-Debüt als Bester israelischer Spielfilm ausgezeichnet und zudem für Israel ins Oscar-Rennen geschickt. Für Kulturminister Miki Zohar war das kein Anlass zur Gratulation, sondern zum einem Rant gegen Oxygen, dem zusammen mit Nadav Lapids bissiger Satire Yes und dem palästinensischen Oscar-Kandidaten The Sea vorgeworfen wurde, nicht patriotisch (aka nationalistisch-militaristisch) genug zu sein. Auf dem Tallinn Black Nights Film Festival, wo ihr Familiendrama um die Mutter eines israelischen Soldaten, die ihren Sohn mit allen Mitteln von der Front fernhalten will, in der Sektion Best of Festivals läuft, sprach die Regisseurin mit Lidanoir über die ethische Ambivalenz der Filmprotagonistin, die militärische Konditionierung der Gesellschaft sowie die Auswirkungen internationaler Festival-Boykotte auf ihr filmisches Schaffen.

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