Moviebreak Interviews und Festivals

Moviebreak Interviews und Festivals

Interview mit Debra Granik zu “Conbody vs Everybody”

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Das soziale Engagement, das Debra Graniks Spielfilme wie Winter’s Bone und Leave No Trace auszeichnet, ist ebenso definierend für ihre dokumentarischen Arbeiten. Deren jüngste Conbody vs Everybody feierte ihre vielbeachtete Premiere 2024 auf Sundance und präsentiert sich im Rahmen von DOK Leipzig erstmals einem breiten Publikum in voller Länge. Jene beträgt rund fünf Stunden, in denen die amerikanische Regisseurin den jungen Ex-Häftling Coss Marte auf seinem herausfordernden Weg zu einem sozialen und ökonomischen Neubeginn begleitet. Im Interview mit Lidanoir vor Ort in Leipzig sprach Granik über die intensive Arbeit an dem 10-jährigen Projekt, die persönliche Verbindung zum Protagonisten und die Hürden der Reintegration.

Interview mit Kleber Mendonça Filho zu „The Secret Agent“

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In seinem jüngsten Werk, mit dem er in Cannes für die Beste Regie ausgezeichnet wurde, blickt Kleber Mendonça Filho (Aquarius) auf eines der düstereren Kapitel in der Geschichte seines Heimatlandes. The Secret Agent zieht das Publikum und den Hauptcharakter, dessen Darstellung Wagner Moura (Dope Thief) in Cannes den Preis als Bester Hauptdarsteller verdiente, ins Visier der polizeilichen Handlanger des Militärregimes. Im Interview mit Lidanoir spricht der Filmemacher über die gegenwärtigen Bezüge der Story, die Inspiration zu der historischen Handlung sowie seine Liebe zum Genre-Film, dem sein oscarnominierter Agenten-Thriller auf grandiose Weise huldigt.

Interview mit Lucile Hadžihalilović zu “The Ice Tower”

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Faszination und Furchtsamkeit des Heranwachsens ist ein thematischer Leitfaden in Lucile Hadžihalilovićs filmischen Schaffen, der auch ihr jüngstes Werk durchzieht. The Ice Tower lockt das Publikum in eine geheimnisvolle Welt, in der Fantasie, Fabel und Filmszenarien einander überschneiden. Das düster-poetische Mystery-Märchen, inspiriert von Hans Christian Andersens Erzählung “Die Schneekönigin” läuft nach seiner Premiere im Wettbewerb der Berlinale nun in San Sebastián. Vor Ort auf dem Festival fand die französische Regisseurin Zeit für ein Gespräch mit Lidanoir über die Bedeutung des wiederkehrenden Eis-Motivs in ihrem Werk, filmische Vorbilder und die Zusammenarbeit mit ihrem Partner Gaspar Noé.

Interview mit Mia McKenna-Bruce zu “The Fence”

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Nach ihrem hochgelobten Darstellung in How To Have Sex wagt sich Mia McKenna-Bruce in ihrem neuen Kinofilm The Fence an eine Story mit ungleich kontroverserem historischem Gewicht. Die von der französischen Regie-Ikone Claire Denis inszenierte Adaption Bernard-Marie Koltès Bühnenstücks “Black Battles with Dogs” betrachtet kolonialistische und rasssitische Spannungen durch die Linse einer surrealen Parabel. In San Sebastián, wo das Drama nach seiner Weltpremiere in Toronto im Wettbewerb antritt, sprach die britische Schauspielerin mit Lidanoir über die Zusammenarbeit mit Denis, die Dreharbeiten im Senegal und ihren Umgang mit dem plötzlichen internationalen Ruhm.

Interview mit Arnaud Desplechin zu “Two Pianos”

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Musik ist im doppelten Sinn das tragende Motiv Arnaud Desplechins (Brother and Sister) romantischen Melodrams, das im Wettbewerb von San Sebastián seine Weltpremiere feiert. Prominent besetzt mit Charlotte Rampling, und François Civil erzählt Two Pianos die Geschichte einer unmöglichen Liebe zweier Menschen, die einander nach Jahren der Trennung wieder begegnen. Im Gespräch mit Lidanoir vor Ort auf dem spanischen Film Festival berichtet der französische Regisseur über die besondere Zusammenarbeit mit Rampling, die Bedeutung der musikalischer Kompositionen in seiner Erzählweise und den Platz seines Werks in der cineastischen Tradition klassischer Melodramen.

Interview mit Agnieszka Holland zu “Franz”

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Der prominente Titelcharakter ihres jüngsten Werks begleitet sie schon fast ihr ganzes Leben, berichtet Agnieszka Holland. Vor Jahren adaptierte die polnische Filmemacherin adaptierte bereits Franz Kafkas "Der Prozess", damals noch als Fernsehfilm. Ihr abstraktes Charakterporträt des tschechischen Schriftstellers startet indes auf der großen Leinwand. Bevor Franz hierzulande in den Kinos anläuft feierte er seine Weltpremiere in Toronto und konkurrierte direkt danach im Wettbewerb von San Sebastián. Inmitten des Troubles des spanischen Film Festivals fand Holland Zeit für ein Gespräch mit Lidanoir über Kafkas Bedeutung in der Gegenwart und warum ein konventionelles Biopic nicht wirklich kafkaesk wäre.

Interview mit Andrea Di Stefano zu “My Tennis Maestro”

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Nach The Last Night of Amore besetzt Andrea Di Stefano erneut seine Hauptrolle mit Pierfrancesco Favino. Der verkörpert diesmal einen Protagonisten mit besonderer Bedeutung für den italienischen Regisseur und Drehbuchautoren: einen Charakter inspiriert von Di Stefanos früherem Tennis-Coach, der seinem jugendlichen Alter Ego nicht nur die Kniffe des Spiels, sondern des Lebens beibringt. In Venedig, wo My Tennis Maestro außer Konkurrenz Premiere feiert, fand Di Stefano Zeit für ein Gespräch mit Lidanoir über seine persönliche Verbindung zum Filmstoff und die Parallelen zwischen Tennis und Leben.

Interview mit Ana Cristina Barragán zu “The Ivy”

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Nach ihrem viel beachteten Debüt Alba, das bei den Internationalen Filmfestspielen Rotterdam den Lions Film Award gewann und bei über 100 Festivals lief, sowie ihrem zweiten Langfilm La Piel Pulpo, nominiert für die Platino Awards setzt Ana Cristina Barragán ihre poetische Auseinandersetzung mit Heranwachsen, Trauma und fragilen Familienverbindungen fort. The Ivy erzählt die berührende Geschichte der 30-jährigen Azucena, die mit ihrem im Heim aufgewachsenen Sohn eine diffizile Beziehung anknüpft. Am Rande der Filmfestspiele von Venedig, wo ihr elegische Drama in der Sektion Horizons uraufgeführt wird, sprach die ecuadorianische Drehbuchautorin und Regisseurin mit Lidanoir über die sozialpolitischen und symbolistischen Facetten ihres Werks.

Interview mit Evi Kalogiropoulou zu “Gorgonà”

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Mit ihren Kurzfilmen Motorway 65 und On Xerxes’ Throne machte Evi Kalogiropoulou bereits in Cannes und auf der Critics' Week auf sich aufmerksam. Nun stellt sie in Venedig mit Gorgonà ihren ersten Spielfilm vor. Inspiriert vom Medusa-Mythos, Mad Max und heimischem Genre-Kino entwirft die griechische Regisseurin eine dystopische Fabel über Rebellion, Selbstermächtigung und zwei verliebte Kämpferinnen in einem hyper-patriarchalischen Stadtstadt. Im Interview vor Ort in Venedig spricht Evi Kalogiropoulou mit Lidanoir über die Genesis ihres Werks, dessen queere Themen und den Dreh mit befreundetenen Darstellenden.

Interview mit Hilal Baydarov zu “Sermon to the Void”

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Seine mit Sermon to the Birds und Sermon to the Fish begonnene Film-Trilogie vollendet Hilal Baydarov mit einem Werk, das noch tiefer in die surreale Subjektivität seines kinematischen Kosmos führt. Auf den Filmfestspielen von Venedig, woe Sermon to the Void außer Konkurrenz debütiert, wirft der Film ein Schlaglicht auf das zeitgenössische Autorenkino Aserbaidschans. Im Interview mit Lidanoir teilt der Regisseur seine ganz eigene filmische Vision und den herausfordernden Prozess der Konzeption.

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